Old school oder laissez-faire?

Bevor man ein Kind bekommt, beobachtet man ja ganz genau wie andere mit ihren Kindern umgehen, was man da nicht alles anders machen würde und immerzu wird man beim eigenen Kind konsequent sein! Bedingt durch meinen Beruf wusste ich natürlich auch gaaaaanz genau wie das mit der Kindererziehung so funktioniert…Ich glaube auch das es in der Schule immer recht gut funktioniert hat.

Aber dann, dann hat man ein eigenes Kind und alles, aber wirklich alles ist ganz anders als es in den Lehrbüchern stand oder man es sich vorab vorgestellt hat:) Man kann sich vorher überhaupt nicht ausmalen das man nach einem, nennen wie es „forderungsstarkem Tag des Kindes“, es schlichtweg leid ist noch konsequent zu sein! Ich konnte mir nicht vorstellen wie k.o. man nach stundenlangen Pupsweinattacken sein kann und packe ich dann noch mein Kommunikatiosmodell nach xy aus und erkläre meinem Baby warum es heute Nacht besonders gut schlafen muss? Sicherlich nicht! Zudem kommt immer diese riesige Liebe und Sorgen, viele Sorgen die einen ganz anders handeln lassen als erwartet.

Gerne lasse ich mir inzwischen vorwerfen ein wenig laissez-faire zu erziehen, denn es scheint ja, schaue ich mir meine lieben Kinder an, gut zu funktionieren!

Und eines habe ich ganz  schnell gelernt, „old school“ finde ich nur bei Kleidung und Musik gut, denn schreien lasse ich meine Kinder nie im Leben und mit zu viel Bemühungen zu doll verwöhnen kann man sie nicht! Den Mist habe ich mir nämich anfangs oft anhören müssen und mich furchtbar darüber geärgert. Inzwischen grinse ich nur noch, denn ich weiß es tatsächlich besser;)Screenshot_2016-05-19-05-52-27

 

8 Gedanken zu “Old school oder laissez-faire?

  1. Tolle Themen die du da aufgreifst. Ich denke jeder muss seinen Weg finden. Ich bin eine sehr konsequente Mama. Egal wie kaputt ich bin vom Tag oder sonst was. Liegt aber wahrscheinlich auch eher daran das ich alleine bin und denke das er mir sonst zu schnell auf der Nase rum tanzt. Er wird im September 3 und ist so richtig schön in der Test“phase“ (wie ich das Wort Phase hasse). Mal nen ü-ei oder so ist natürlich drin aber sonst bin ich eine eher strenge Mama. Aber jedes Kind ist auch anders 🙂 und mein kleiner Wunderschatz braucht regeln an die er sich „klammern“ kann.

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  2. Da ich ja stets umringt bin von Kindern finde ich Laissez-faire durchaus angebracht… Ich hab im Laufe meines Lebens so viele Eltern kennen gelernt, wo ich mir zwischendurch gedacht habe, die sind doch einfach komplett irre. Ein Kind was mal nicht Punkt 19 Uhr im Bett ist , weil man einfach mal in der Woche einen wunderschönen Tag hatte, wird nicht am Morgen danach sagen, Mama jetzt haben wir was falsch gemacht. Xbox, PlayStation und Co gehören in der heutigen Alltagswelt dazu und wenn ein Kind mit seinem süßen Blick fragt, ob es evtl. eine halbe Stunde länger spielen darf , sagt man als Mama bestimmt nicht immer nein. Wir erziehen unsere Kinder echt sehr locker und lassen auch einiges mehr zu als gewisse Übereltern die alles durchstrukturieren und dennoch wachsen sie wohl behütet und mit ausreichendem Sportprogramm auf , Freunde treffen , in Parks oder Zoo’s gehen und im Sommer bei super Poolwetter nur draußen . Auch ein Bonbon mal mehr schadet einem Kind nicht … Man achtet ja trotzdem auf Gewisse Sachen wie gesunde Ernährung, Sport, genügend Schlaf damit man für den nächsten Tag fit zur Schule geht oder in den Kindergarten. Aber man darf als Eltern auch mal die Zügel etwas locker lassen. Wenn ich zwischendurch hör mein Kind muss um 18 Uhr zu Hause sein und Baden , Abrndessen etc. , weil sonst kommt es aus seinem Rhytmus find ich gaaaanz furchtbar . Auch mal fünf Grade sein lassen und selbst noch mal in die Rolle des Kindes schlüpfen und sehen wie ein Kind sich fühlt wenn Mama und Papa mal eine Ausnahme machen… Lisa, Luca und Santino freuen sich so , wenn man mal gewisse Dinge etwas locker angeht und ihnen mal ein Wunsch mehr erlaubt , weil evtl. sie so schön grad mit Playmobil spielen und man das Spiel nicht sofort unterbrechen muss, weil eigentlich wie man ja auch gerne mal von Oma und Opa hört „Du gehörst jetzt ins Bett eigentlich“! die Bettgehzeit etwas verlängert. Klar brauchen Kinder auch Regeln und Grenzen, aber meine Kids sind so offen dass sie wirklich bei jedem Problem , Frage usw. immer zu uns kommen und wir dann eher der Kumpeltyp sind . Ganz schlimm ist auch Du musst , Du musst , Du musst. Da kenn ich ein tolles Beispiel einer Familie. Das Mädchen ist so eingeschüchtert , dass sie gewisse Dinge nicht kennt, oder stumm im Auto sitzt , wenn sie mit meiner Tochter abgeholt wird und auch die ganze Zeit gedrillt wird gute Noten zu schreiben. Ein gesundes Mittelmaß und viel Zuneigung und Verständnis gegenüber dem Kind ist heutzutage sehr wichtig.

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  3. Ob alleine oder nicht, wir sind auch relativ konsequent. Gewisse Regeln brauchen Kinder meiner Meinung nach und uns haben diese ja früher auch nicht geschadet😉. Klar gibt es Ausnahmen aber es gibt in jedem Fall feste Zeiten geregelte Abläufe und ich lasse mein Kind sowohl beim Wutanfall auch mal schreien als auch den kleinen Mal wenn ich weiß das es ihm gut geht, er satt und trocken ist und eigentlich nur mal weint weil er müde ist und nicht einschlafen will oder einfach nur belustigt werden will und das nicht 24 Stunden am Tag geht gerade wenn man noch ein Kind hat und der Haushalt oder das Essen ja auch gemacht werden müssen. Lasse mir da nicht auf der Nase rumtanzen und springe für jeden „Furz“, die Regeln mache ich nicht meine Kinder da bin ich relativ streng 🙈. Ansonsten mache ich alles für sie und muss gestehen sie bekommen auch sehr viel von uns sowohl Zeit, Aktivitäten als auch materiell🙈. Aber wie schon gesagt es gibt da kein falsch oder richtig aus meiner Sicht jeder macht es bestmöglich und jeder findet seinen eigenen Weg der immer richtig ist, allein aus dem Instinkt heraus. Wobei es natürlich da auch Ausnahmen gibt, bei Erwachsenen die so gar nicht erziehen😂😂

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  4. Tja, wie erziehen wir? Ich denke es ist ein recht guter Mix. Gewisse Regeln sollten sein ( also übers Zähne putzen diskutiere ich nicht, genauso wenig übers Hände waschen nach der Toilette ), aber hier gibt es für die Kinder schon recht großzügigen Umgang mit neuen Medien und TV, auch mal erst 20.30 ins Bett unter der Woche usw.
    Ein gewisses Grundgerüst ist da, aber ich arbeite total gerne mit Kompromissen, lasse mir da auch gerne Wünsche der Kinder vorschlagen.
    Trotzdem geht natürlich auch hier, mit immerhin 4 Kindern, manchmal kein Weg an Ermahnung und Konsequenz vorbei, aber ich denke, so wie wir es machen, bekommen wir es prima hin.

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  5. Natürlich kann man mal Ausnahmen machen. Aber ich bin ein Mensch, ich brauche Strukturen. Und tatsächlich haben sich manche Dinge so gut eingespielt das ich selber erstaunt bin das wir immer zu 19 uhr bettfertig sind in der Woche 😛 am Wochenende wenn man mal länger unterwegs ist sieht es natürlich etwas anders aus. Er möchte in der Woche mehr als eine Folge Sandmann gucken und das verneinen ich immer. Am Freitag und Samstag wird es aber von mir erlaubt. Und lieber sitze ich dann noch mit ihm im Kinderzimmer und lese zwei Geschichten vor und aber noch kurz mit ihm rum als vor der Glotze zu sitzen.
    Thema Technik hatte ich letztens auch eine nette Unterhaltung. Ich persönlich finde es nicht gut wenn ein 5 jähriges Kind sein eigenes Tablett bekommt. Auch wenn das ha schon so normal ist. Aber auch da hoffe ich das ich besseres mit meinem Kind zu tun habe als ihm nen Tablett in die Hand zu drücken. Aber das muss halt jeder für sich entscheiden.

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    1. Meine Kinder sind 2 3/4 , 7, fast 9 und fast 10 Jahre alt. Die Großzügigkeit in Sachen TV und Medien gilt für Kind 1, 2 und 3. Nicht für den Kleinen.
      Wie gesagt, wir sind nicht starr in unserem Tagesablauf, sondern flexibel.
      Was mir im übrigen viel wichtiger ist als die Einhaltung von strikten Uhrzeiten usw:
      Werte wie Respekt, Höflichkeit usw.

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  6. Ich denke auch „leben und leben lassen“ sind gerade im Hinblick auf die Erziehung wichtig! So lange es keinem Kind an etwas mangelt und man liebevoll miteinander umgeht, werden unterschiedliche Erziehungsstile auch unterschiedliche Persönlichkeiten formen und das ist gut so!:)

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