Wettkampf Baby

Durchschlafen als Nonplusultra, gefolgt von mindestens 150 Sekunden Bauchlage und Kür Köpfchen heben, das Kind schreit sowieso nie, bestaunt dankbar Spielzeuge und morgen kann es schon dessen Farben auf Englisch benennen, plappern, ach was sage ich da, reden- klingt alles fast wie „Mama“, aber da ja bilingual von Geburt an, noch etwas schwerer verständlich…

Ernsthaft?
Mütter, was ist mit euch los?
Während meine Männer heute noch fröhlich im Schwimmbad planschten (ja, planschten, unser Kind kann mit bald 3Jahren noch nicht tauchen, schwimmen oder Delfine imitieren), ist Lilly auf meinem Arm eingeschlafen und ich habe  zwei Müttern die links von mir saßen zugehört!

Ich frage mich ja immer wieder, ob es was mit dem eigenen Ego zu tun hat, wenn man versucht sich über das Kind zu profilieren? Werden eigene fehlende Talente oder Fähigkeiten damit in den Schatten gestellt, wenn man das eigene Kind als „übertoll“ darstellt oder sind viele wirklich so verblendet und glauben das was sie reden tatsächlich?

Es geht hier um Dinge die sowieso jedes gesunde Kind lernt und es spielt doch keine Rolle, ob sie das mit einer Woche, zehn Wochen oder dreißig Wochen können. Viel mehr sollten wir uns doch darüber glücklich schätzen, wenn unsere Kinder gesund sind, denn das ist nicht selbstverständlich!

Ich hab diese Wettbewerbe zwar schon bei Noah mitbekommen, aber ich habe es irgendwie inzwischen verdrängt – verdrängt weil es mir zu doof war und ich doch lieber das Glück mit meinem Kind genieße!

Solche Erlebnisse bringen mich dazu, den besagten Müttern der Wunderwürmchen etwas zu sagen:

Schaut euch eure Kinder an, sie sind perfekt, egal was sie gerade bereits können oder nicht! Sie haben ihr eigenes Tempo und werden zum richtigen Zeitpunkt das können, was sie können möchten. Wettkämpfe um die Fähigkeiten der Kinder sind anstrengend und nervig und es ist doch viel schöner volles Augenmerk auf die Realität zu legen und sich, gegebenenfalls gegenseitig zu unterstützen!

Es reicht doch eigentlich auch schon völlig aus,dass uns jede dritte Dame Ü50 die man irgendwo trifft, lebenswichtige Tipps für uns und unser Baby bereit hält, ohne die wir im Kleinkinddschungel verloren wären.

Genießt die Zeit mit den kleinen Mäusen, es klingt abgedroschen, aber sie werden verdammt schnell groß!

Mein Thema für einen weiteren Post in den nächsten Tagen kam übrigens im Schwimmbad von der rechten Seite! Der „Afterbabybody“, denn das Baby ist ja immerhin schon 3Monate alt, da muss die Buxe in 34/36 wieder luftig sitzen…

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2 Gedanken zu “Wettkampf Baby

  1. Man vergleicht auch seine Kinder untereinander. Bei drei Kids kann ich davon sprechen. Wie war das bei Lisa nochmal? Wann hat sie laufen, sprechen etc. gelernt? Wie war sie im Kindergarten und warum kann Luca nicht so gut malen ? Warum hält er den Stift so verkrampft und warum wollte Lisa nicht in einen Sportverein , wo Sport doch so wichtig ist für einen gesunden Alltagsausgleich? Dann spricht man mit anderen Elterln und hört in wie vielen Vereinen sie sind weil die Eltern das so besonders toll finden und in der Schule ihr Kind auch noch am Geigenunterricht anmelden, weils ja so musikalisch ist. Und eigentlich haben die kleinen Einsteins überhaupt keine Lust dazu…. Sie möchten sich frei entfalten, frei entscheiden und selbst bestimmen , was ihnen Spaß macht. Und vor allem lernen sie unterschiedlich . Der eine kann halt schneller das Alphabet oder lernt lesen und der andere kann dafür andere Sachen gut. Mir ist auch aufgefallen , dass Kinder sich auch gegenseitig Dinge beibringen und unterstützen. Luca zum Beispiel ist durch und durch Fußballspieler, Lisa ist erst mit 11 zu einem Sportverein gegangen, weil sie ihre freie Zeit mit anderen Dingen nutzen wollte wie Freunde treffen, Schwimmen , Fahrrad fahren und Santino ist halt überglücklich , wenn er sich mit seinen kleinen Kumpels wie Noah, Ole und Elias austoben und spielen kann, ohne von Mama zum Klavierunterricht geschleppt zu werden , weil er vielleicht irgendein musikalisches Talent vorweisen kann später. Kinder sind Kinder und sollen Kinder bleiben , ohne etwas zwanghaft in die Wiege gelegt zu bekommen . Sie entwickeln sich alle unterschiedlich und jeder ist auf seine Art etwas besonderes. Kinder sollten jeden Tag glücklich sein und wir sollten ihren Alltag auch glücklich gestalten, mit ihren Wünschen und Interessen. Das war’s !!! 🤓

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