Auch Mamas wollen schöne Haare haben!

Es gibt so Dinge, über die denkt man erst nach und muss sie akribisch planen, wenn man Mama ist. Bei mir sind es Frisörbesuche. Das, was ich früher als absolute Luxuszeit angesehen habe, ist für mich persönlich nach einiger Zeit ein unerträgliches Absitzen von sinnlos verlorener Zeit. Klingt bekloppt, oder? Aber so bin ich manchmal. Wenn ich  ununterbrochen nur noch auf die Uhr starre und mir Gedanken mache, dann verzichte ich lieber!

Strähnchen machen zu lassen dauert bei meinen Haarbergen beim Frisör locker 2,5Stunden und genau diese Zeit kann ich als stillende Mama in der Anfangszeit mit einem Frisörtermin echt nicht einplanen. Das Kind mit zum Frisör nehmen? Ich glaube dann ist es nicht nur unentspannt für mich, sondern auch für alle anderen, zudem kommen die ganzen Chemikalien die dort so in der Luft rumfliegen. 

Was macht man dann, wenn man auf dem Kopp nicht aussehen mag wie Frau Ussel? Man trifft sich mit einer lieben Freundin, von der man weiß das sie das eigene Kind auf jeden Fall bespaßen und zur Not in den Schlaf schaukeln kann und macht einen schönen Mädelsvormittag mit einer Hausfrisörin daraus.

So war es heute, nacheinander waren meine Freundin und ich auf dem Küchenfrisörstuhl und haben uns beim Lilly fröhlich machen abgewechselt, wobei ich eindeutig die einfachere Zeit abbekommen habe, da Christina Lilly wirklich in den Schlaf geschaukelt hatte. Riesiger Vorteil dazu ist das unsere Frisörin selbst 5Kinder groß gezogen hat und einfach immer völlig entspannt ist;)

Kein ellenlanges Geföhne und Stylen und ich bin zufrieden.

Mit frischen Haaren fühle ich mich einfach besser:

Umbuchung

Da ich gerade eine Nachricht nach der anderen bekomme…;) Wir konnten unsere Reise problemlos umbuchen, was vielleicht auch an dem tollen Service von Holidaycheck und ITS liegt. Wenn noch jemand sich gerade die selben Gedanken bezüglich solch einer Reise macht, dann rate ich euch schnell zu entscheiden, denn natürlich buchen jetzt unwahrscheinlich viele Leute ihre Touren um und man bekommt bestimmt oft nicht mehr genau das, was man gerne hätte! Für uns geht es jetzt  wieder nach Mallorca und ich freue mich wie in jedem Jahr trotzdem ganz doll! 

Und die Kinder? Die hat das heute alles nicht interessiert: 

Ein komischer Tag…

Gestern steht eine Dame bei uns vor der Haustüre die Kinderkleidung und unseren Kinderwagen haben wollte, denn ich könnte mir das schließlich neu kaufen und als nette Überraschung stellten wir etwas später fest, dass Philipp’s vor der Haustüre stehenden Joggingschuhe ihr wohl einen flotten Abgang ermöglicht haben, denn die hat sie sich dann doch eingepackt…

Gerade lassen wir demnach von einer Sicherheitsfirma hier alles bombensicher machen, denn ich habe Angst. 

Dann erfahre ich heute morgen von einem weiteren Anschlag in der Türkei und wir wollen dort eigentlich Urlaub machen. Nach einigen Telefonaten habe ich nun die Möglichkeit umzubuchen, aber wo sind wir „sicher“?

Früher hatte ich natürlich auch immer Angst um Hab und Gut, Angst vor Einbrechern oder Überfällen, aber seit die Kinder da sind, hat das für mich alles eine ganz andere Dimension eingenommen! Ich habe Angst um meine Kinder und das ihnen etwas zustoßen könnte, was ich hätte vermeiden können.

Gestern habe ich mich noch darüber unterhalten das manche Leute ihre Kinder im Urlaub im Hotelzimmer schlafen lassen und dann mit dem Babyphone an den Pool gehen, dass Leute einen Kinderwagen vor einer Bäckerei stehen lassen und nur mal eben Brötchen holen…Auch wenn ich da vielleicht wieder zu sehr Übermama bin, aber für mich ist sowas undenkbar! Wir leben in einer Zeit in der alles in Sekunden passieren kann und ich finde, wer ein Kind hat, der ist dazu verpflichtet es zu schützen! 

Geschwisterliebe 

Wenn ich Noah früher aus dem Kindergarten abgeholt habe, dann ist er mir quasi um den Hals gesprungen, vor lauter Freude mich zu sehen. Inzwischen werde ich zwar mit einem lautstarken „Mmmmaaammmaa“ begrüßt, aber er springt dann förmlich in die Babyschale um Lilly zu begrüßen. Im Auto erklärt er uns dann meist auf der Fahrt nach Hause wie sehr er sein „Lillchen“ vermisst hat. Auf Nachfrage von mir, ob er mich wohl auch etwas vermisst hat, ernte ich inzwischen meist eher ein „Nö, aber Lilly“;)

Als die ersten Leute von der Schwangerschaft mit Lilly erfahren haben, haben fast alle fachmännisch prognostiziert das Noah sehr eifersüchtig werden würde, da er ja so an mir hängen würde. Völliger Blödsinn, Minililly war ab der ersten Sekunde in der er sie gesehen hat in seinem Herzen und gehörte sofort voll und ganz zu uns. 


Gestern Nachmittag haben wir zusammen gespielt, Noah ist dabei gestolpert und sein Plastikflugzeug ist auf Lilly’s Kopf gefallen (so schnell konnte keiner von uns reagieren)! Es ist nichts passiert, sie hat sich natürlich erschrocken und geweint. Noah war völlig außer sich, weil er ihr niemals weh tun wollte. Steigerte sich bis zum Würgen in die Situation hinein und erst als er sie auf seinem Schoß mit Eis kühlen durfte, war die kleine Welt wieder in Ordnung. 

Ich kenne Geschwisterliebe nicht, aber ich glaube das es eine der wertvollsten und schönsten Dinge der Welt ist! 

Blogs, Internetforen und die volle Dröhnung Realität

Damals, vor bald echt schon drei Jahren…

Noah war da, die Geburt überstanden und ich plötzlich Mama. Millionen Hormone überall und ich fühlte mich völlig alleine und einfach alles, jeder Schritt war neu in unserem neuen Leben. Ich wußte nicht was ich tue und habe mich ständig unsicher gefühlt. Noah hat geweint, manchmal stundenlang – soll ich die Hebamme wieder kontaktieren, eventuell einen Arzt, das kann nicht normal sein oder doch? Wenn ich nicht zu einem Arzt gehe, bringe ich mein Kind womöglich in Gefahr? Wenn doch, mache ich mich dann lächerlich? 

Es gab ein paar Monate, da war ich furchtbar traurig über mich selbst. Ich hatte mir vorgestellt mit meinem schicken Kinderwagen durch die Gegend zu flanieren, dabei strahlend auszusehen und immer bestens gelaunt zu sein, denn ich bin ja Mama. Mamas sehen nämlich immer so aus, zeigte mir Instagram, hatte ich im TV gesehen und die Blogs denen ich damals folgte, suggerierten mir dies auch. Ich bin nicht verblendet, echt nicht, aber ich habe das geglaubt! 

Und dann gab es da mich…Geschwitzt, müde und unsicher…! Verrückterweise lernte ich nach den wirklich schlimmen ersten drei Monaten einige Mamas kennen, die einfach ehrlich waren! Das tat verdammt gut! 

Abseits von Modelmamas, Werbebabys und sich zerfleischenden Forenmuttis erzählte man sich einfach seine Sorgen und Nöte und stellte fest, ich bin ja ganz normal und ich bin eigentlich auch ganz gut in dem was ich da mache! Wir haben unseren Alltag beschrieben und plötzlich gab es lebenstaugliche Handlungsalternativen.

Mit der Zeit habe ich auch im www viele ganz normale Mamas entdeckt und vermutlich liegt das auch einfach daran, dass ich verstanden habe was wichtig ist und das ist sicher nicht die bestgestylteste Mama mit dem angepasstesten Kind zu sein, die am besten nicht spricht, weil nur Blödsinn aus ihrem Mund kommt;)

Für eure eigene Zufrienenheit – klickt euch nicht durch  inszenierte Realitäten. Das Leben lässt sich nicht kunstvoll drapieren und alles immer wieder löschen und neu aufnehmen! Und befragt googel niemals zu Kinderkrankheiten;)

Besuch 

Wenn ich mal stundenweise nicht aktive Mama unserer beiden Kinder bin, dann bin ich“erziehende und lehrende, tränentrocknende und konfliktelösende Pädagogin“;) Ich liebe meinen Beruf und vor meiner Zeit als Mama war er ein enorm wichtiger Teil meines Lebens. Zur Zeit, in der Elternzeit, rückt sowas ein wenig in den Hintergrund. Trotzdem freue ich mich auch wieder darauf arbeiten zu gehen!

Ich habe einige Jahre an meiner absoluten Lieblingsschule gearbeitet, die ich aufgrund der für mich nicht zu vereinbarenden Arbeitszeiten mit meiner Familie verlassen habe. Einige meiner dortigen Schüler sind mir ganz doll als Herz gewachsen und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht von irgendwem etwas höre! Herzlichen Glückwunsch auf diesem Wege noch an eines meiner Mädels, sie ist vor zwei Wochen auch Mama eines wunderhübschen Mädchens geworden!

Heute hatten wir ganz lieben Besuch, über den ich mich wirklich gefreut habe! Und auch wenn Lilly’s Laune nicht allzu toll war, Lisa konnte sie anstrahlen! 


Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass jemand der vor einigen Jahren in deinem Klassenzimmer gesessen hat, inzwischen einen ganz tollen und selbstständigen Weg geht und du die Person ein kleines Stückchen begleiten konntest! 

(Vielleicht war da mein „Mamagen“ schon weitaus früher vorhanden als ich selbst je gedacht habe)