Besuche bei kleinen Freunden

Für heute war Noah verabredet, der Besuch bei seiner kleinen Freundin und deren Bruder stand an. Seit gestern Abend hat er schon von kaum anderen Dingen gesprochen und war ganz heiß darauf endlich zu starten.


Ich weiß nicht ob das ein Phänomen unseres Kindes ist oder ob es bei vielen anderen Kindern auch so ist, er freut sich wie irre und irgendwie ist er dann doch völlig überfordert, sobald er  in der gewünschten Situation ist.


Die ersten mindestens 10Minuten ist er seeeehr schüchtern (wer unser Kind kennt, der weiß das er das normalerweise nicht ist) und haftet wie ein Magnet an einem, danach kam auch heute die Phase „ich bin aufgetaut und zwar völlig“.

Dies bedeutet das man alles in Sicherheit bringen muss, denn er und die Kinder die besucht werden oder uns besuchen, drehen auf, aber richtig. Man muss zeigen was man alles so drauf hat, welche Wildfangpotential nach der Mamamagnetnummer tatsächlich in einem schlummert.

Früher, kinderlos, habe ich immer gedacht das solche Treffen ganz anders ablaufen, dass man sich und die Kinder nett anzieht und die Mamas Kaffee trinken und dabei ganz in Ruhe quatschen und die Kinder seelenruhig im Kinderzimmer miteinander spielen. Wie doof war ich eigentlich?

Mehr als ein Kind an einem Ort bedeuten Action und pures Workout für die Eltern (Vorteil: man verbrennt nahezu immer die Kalorien der Reste vom Teller des Kindes, die man (also ich) meist schnell noch aufgefuttert hat, damit sie nicht einfach im Müll landen).

Heute wurde es so wild, dass wir kurzerhand beschlossen haben flott auf den nahegelegenen Sportspielplatz zu gehen. Lilly wurde in eine Trage verfrachtet und da ihr jeglicher Trubel einfach gar nichts macht, hat sie sich in Kängurumanier ziemlich gut ausgeruht.

Noah merkte nach kurzer Zeit allerdings das ihm die vorherige Aufdrehung doch  einiges abverlangt hatte und brauchte nach einigem Gemecker eine Auszeit nur für sich. Hat er bekommen und so konnte danach auch wieder gespielt werden. 


Auf der Rückfahrt haben wir das gesamte Repertoire an wir-machen-Action-damit-du-bloß-nicht-um-17Uhr-einschläfst ausgepackt und waren auch erfolgreich. Nach einem guten Abendbrot liegen nun zwei schlafende Kinder hier und träumen wahrscheinlich vom Nachmittag mit den kleinen Freunden, aber vorher wurde noch mit Papa und Peter Hase&seinen Kumpels gekuschelt.


Auch wenn es wild und laut war, war es sehr schön und ich freue mich immer darüber das meine Kinder Kontakte zu anderen Kindern haben, denn Kinder brauchen Kinder! Außerdem lernt man durch seine Kinder auch unwahrscheinlich nette Eltern kennen!

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2 Gedanken zu “Besuche bei kleinen Freunden

  1. Hallo Anne, ich freue mich nun zwei friedlich schlafende Kinder zu haben. Das gibt mir Zeit mal deinen Blog zu lesen!(Bevor es ans aufräumen der Spuren der heutigen wilden Schlacht geht)😉 Liebe Grüße!

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  2. Ha 😂 Wie beruhigend 😂 Ich dachte das wäre nur hier so. Levi ist ganz genauso und braucht so seine 10 Minuten um warm zu werden. Da ist es aber völlig egal, ob jmd hierher kommt oder wir eingeladen werden. Aber irgendwie auch süß mit anzusehen. Besonders aufregend findet Levi es, wenn wir seinen Kindergartenfreund direkt aus der Kita mitnehmen. Ich hingegen finde es verdammt aufregend, nach dem Spielenachmittag rauf in sein Zimmer zu gehen. Gedanklich läuft dann die Melodie von „Der weiße Hai“ 😂😂😂😂

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