Verwöhnen

Ihr kennt diese dummen Sprüche bestimmt auch, trägst du dein Kind zu viel, dann gewöhnt es sich daran und du verwöhnst es. Schläft es bei euch im Bett, so verwöhnt ihr es. Beruhigt ihr es sofort wenn es weint? Ihr verwöhnt sofort wieder. Stillt ihr zu lange? Gebt ihr dem Kind nur das Essen was es besonders gerne mag? Ihr verwöhnt. Lasst ihr es ausschlafen und weckt es nicht? Klarer Fall von Verwöhnung. Lasst ihr die Kinder  auch mal ordentlich Chaos veranstalten und sich dreckig machen? Sowas erlaubt man nur, wenn man es verwöhnt….

Wie oft habe ich mir damals diesen Mist angehört? Habe begonnen an mir zu zweifeln, ob ich wirklich alles so falsch mache. Witzigerweise kommen solche Sprüche bei Lilly gar nicht, vielleicht wissen die Leute inzwischen wie garstig ich auf sowas reagiere;)

Damals habe ich mir überlegt, was wollen die Leute mir eigentlich damit sagen? Wollen sie kritisieren was ich mache oder möchten sie eigentlich nur überspielen was sie selbst nicht bereit sind zu tun?! 

Ich habe mal nachgeschlagen und geschaut was „verwöhnen“ eigentlich genau bedeutet, dabei kam dies heraus:

„jemanden verwöhnen sehr nett zu jemandem sein und seine Wünsche erfüllen, damit er sich wohlfühlt“

Aha!

Teilweise habe ich auch entdeckt, das Verwöhnung ein „über dem normalen Maße kümmern“ bedeutet.

Und jetzt mal ehrlich? Ihr alle da draußen die ihr euch ständig für jeden Quatsch belohnen müsst, „Ich hatte gestern so Kopfschmerzen und deshalb habe ich mir heute 3neue Shirts gekauft“, „Letzte Woche war ich so viel arbeiten und deshalb brauchte ich ein neues Tablet“…was ist daran schlimm, demjenigen, den man so unbeschreiblich liebt und auf den man sich so sehr gefreut hat Wünsche und Bedürfnisse jederzeit zu erfüllen? Ich spreche hierbei nicht von materiellen Dingen im Überfluss, sondern von Liebe und Zuneigung! Und wenn es einem selbst zudem Freude bereitet zu „verwöhnen“, wo ist das Problem dabei???

Wenn euch demnächst mal wieder jemand sagt, dass ihr euer Kind zu doll verwöhnen würdet, dann sagt stolz „Das mache ich“, statt daran zu zweifeln, ob es richtig ist was ihr tut! Ich bin ganz, ganz sicher, dass was man gibt kommt auch zurück und das spüre ich bei unseren Kinder jeden Tag!

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