Nachtrag zu „Muss man Mama sein“

Gestern und heute habe ich unwahrscheinlich viele Mails von Leserinnen bekommen und muss vielleicht noch ein wenig besser erläutern, was ich da gestern im Anschluss an meine Beobachtung niedergeschrieben habe!

Natürlich darf eine Mama mal einen schlechten Tag, einen schlechten Moment oder was auch immer haben und ich weiß nie was vorab vorgefallen ist und warum jemand agiert und reagiert, wie er/sie es gerade macht.Mir ging es nicht um solche Momente! 

Mir ging es um Frauen, die in ihrem Leben einfach lieber etwas anderes gemacht hätten, als Teil einer Familie zu sein.

Vor einigen Tagen hatte ich ein Gespräch mit einer Dame die mir traurig von ihrer Schwiegertochter berichtete, sie erzählte mir, dass das „Baby“ der Schwiegertochter der Job sei. Sie sei perfekt in dem was sie beruflich auf die Beine stellt und im Bezug auf ihre Familie völlig planlos. Sie sagte wohl, dass Familie für sie unstrukturiert und ständig eine unplanbare Herausforderung sei, die sie überfordere. Die Abfolgen im Job hingegen seien organisiert und für sie somit überschaubar. Die Dame mit der ich sprach nahm an, dass die Schwiegertochter nur geheiratet habe und ein Kind bekommen hat, weil es gesellschaftlich in ihrem Denken so gemacht werden sollte und sie dazugehörig sein wollte.

Ob das denn nun alles wirklich so ist, weiß ich nicht, kann und darf ich auch nicht beurteilen, aber genau dies meinte ich gestern!

Beobachte ich Frauen, die ich vielleicht sogar kenne und erkenne ich in ihren Handlungen, höre ich in ihren Worten, ständige Genervtheit und Unlust, dann kann es doch nicht der perfekte Lebensweg für sie sein?! 

Vielleicht aber haben sich manche Frauen ihr Leben mit Kind auch ganz anders vorgestellt? Einfacher, entspannter? Ich dachte während der ersten Schwangerschaft auch noch, dass ich fröhlich strahlend mit meinem frischen Baby durchs Centro flaniere und vor lauter Glück nur noch strahle.

In der Realität war ich tatsächlich mal im Centro, nach einer lautstarken BrüllAutofahrt, in der Hoffnung, dass die Weinerei außerhalb des Autos besser wird und im Endeffekt saß ich selbst geschwitzt und heulend nach 30Minuten wieder im Auto, weil Noah absolut keine Lust auf Ausflüge dieser Art hatte und dies der Welt und besonders mir demonstriert hatte;) 

Und trotzdem gibt es für mich persönlich nichts schöneres, aber auch nervenaufreibenderes, als Kinder zu haben! Aber ich kann durchaus verstehen das man zum Beispiel lieber Karriere machen möchte, die Welt bereisen will und das ohne Kinder. Ich finde nur, dass man sich solche Dinge überlegen sollte, bevor man Kinder bekommt, denn schließlich sind diese die Leidtragenden, wenn Mama eigentlich lieber andere Sachen machen würde, als Zeit mit ihnen auf dem Spielplatz zu verbringen. 

Versteht ihr was ich meine? 

Apropos nervenaufreibend, wir waren eben nochmal mit Noah beim Frisör, denn morgen kommt „Onkel Mapfe“ aus Amerika zurück und dafür wollte er eigentlich schick aussehen, bis zu dem Moment indem er auf den Frisierstuhl sollte…Zum Glück gehen wir mit ihm in einen türkischen Frisörsalon! Dort wird so schnell und toll gearbeitet und Noah’s Show wird genial weggelacht, alles erklärt und sie sind so lieb zu den Kindern! 


Da Lilly ja noch nicht ganz so viele Haare besitzt, muss sie bei dem herbstlichen Wind bereits Mütze tragen:


Nachmittags warten jetzt beide immer schon Stunden bevor Philipp Feierabend hat, auf ihn;) 

Muss man Mama sein?

Kennt ihr das? Ihr seid irgendwo, im Café, in einer Sportgruppe, auf einem Geburstag,…egal und ihr beobachtet. 

Da gibt es diese Mütter, denen man auf 100m Entfernung schon ansehen kann „Ich habe keine Lust auf mein Leben!“! Für mich ist das immer ein ganz bestimmter Typ Frau, die Kinder agieren nicht in den Bahnen wie sie es gerne hätte, man hat sie eh nur bekommen, weil das so dazugehört und der Ehemann, tja, der war halt irgendwann da und man heiratet kulturell bedingt ja auch… Es gibt viele Regeln bei diesen Müttern und leider wenig Liebe. 

Doof gelaufen für die Frauen, will man meinen, aber diese sind meiner Meinung nach Schmied ihres Glückes. Schlimm ist das für die Kinder.

Heute habe ich genau das wieder beobachtet. Eine Mutter die ihr Kind schnell und wenig liebevoll mit dem Satz „Und heul hier nicht rum“ abliefert und ein Kind, das auf der Suche nach Berührung und Nähe jeden in den Arm nimmt und wie eine kleine Klette an fremden Beinen klebt. Sowas zu beobachten tut mir im Herzen weh!

Warum scheint es Pflichtprogramm zu sein eine Familie zu haben, wenn man doch viel lieber alleine wäre? Was ist verwerflich daran kein Kind zu wollen und eine andere Lebensform einzugehen? 

Habt ihr sowas auch schon erlebt? 

Wir hatten heute einen absoluten trotzkopffreien und schönen Tag und das genieße ich sehr;)

Trotzigkeit, kleine Mäuse und die Nusswanderung

Wenn du morgens früh um halb acht schon so geschwitzt bist, ohne auch nur im entferntesten Sinne einen heißen Kaffee getrunken zu haben, als wärst du schon Kilometer um Kilometer gejoggt, dann steckt dein Kind mitten in der Trotzphase! 

Die Augen sind noch nicht geöffnet und du hörst dein Trotzphasenkind schon „Du bist nicht mehr mein bester Freund! Ich will das alles so nicht! Ich will Schokolade!“, sobald die Augen dann geöffnet sind, wird die Meckerei untermalt von theatralischen Bewegungen, Gesten und einer Mimik die schwer ertragbar ist! 


Wenn man Lust auf Drama hat, dann wird wirklich über alles (!!!) gemeckert! Da wird die Tür angebrüllt, weil sie geschlossen ist, das Licht, weil es hell ist und die Mama, weil sie da ist..Traumhaft! Komischerweise wandelt die Laune sich, nachdem sie meist den Höhepunkt bei Schuhen und Jacke erreicht, auf dem Weg zum Kindergarten und wir können plötzlich wieder miteinander lachen.

Der Fairness halber muss ich aber auch sagen, dass Herr Trotzkopf meist ab demNachmittag super lieb ist und wir dann eigentlich immer unwahrscheinlich viel schöne Zeit miteinander verbringen! Ich hoffe darauf das der Urlaub diese doofe und anstrengende Morgenphase etwas entkräftet und sie vielleicht einfach in Vergessenheit gerät und eigentlich habe ich habe ja gelernt „Es ist immer nur ein Schub“;)))

Nach all dem Theater am frühen Morgen haben Lilly und ich uns Mädelszeit verdient und uns wieder mit den Mamis und den Mäusen der Dickbauchschwimmkursmuttis getroffen. Wenn man sich ein paar Wochen nicht sieht, dann ist es der Wahnsinn wie soll sich die Kinder verändern! Schön war es wieder! 



Nach einem playmobilreichen Nachmittag haben wir gerade noch eine Nusssuchenachtwanderung gemacht und jetzt sind wirklich alle müde.


Und morgen, morgen da schlafen alle bis 8Uhr, danach gehen wir brav zusammen ins Bad und frühstücken entspannt! Ich weiß…aber träumen darf man ja;) 

Ich wünsche euch einen schönen Abend!!

Perfekt? Absolut nicht!

Eben bin ich, samt Lilly auf dem Arm mit meinen Putztüchern durch die Gegend gerast und habe versucht Fingerpatschen von der Haustüre zu entfernen, dabei piepte bereits der Dampfgarer, der mir signalisiere das er fertig ist, die Katze meckerte, weil sie wieder nicht in der Lage war die Türe mit ihrer Pfote aufzuschieben und Noah veranstaltete eine Playmobilparty (Kann ihm jemand erklären das Playmobilhasen keine Hirsekringel essen?).


Aber immerhin hatte ich, mit den beiden Kindern, eine davon immerzu bei mir auf dem Arm, denn anders echt gerade nicht, geschafft die Oberflächen der Küchen zu putzen, zu saugen und zu kochen, zum Arzt zu fahren und den DM Großeinkauf zu erledigen (daher auch die tollen neuen Putztücher).

Als Philipp kurz darauf von der Arbeit kam, beschwerte ich mich, dass immer überall Chaos ist und das ich es so gerne so akkurat und ordentlich hätte wie früher.

In dem Moment, als ich das ausgesprochen habe, habe ich gemerkt was das für ein Schwachsinn ist!

Nein! Genau so, wie es jetzt gerade ist, so ist es richtig!!! Die Kinder sind satt, sie sind glücklich, ich habe die Zeit dazu mich immer mit ihnen zu beschäftigen und das ist viel wichtiger als das doofe Stückchen Zwieback auf dem Teppich unter dem Esstisch oder die Handabdrücke auf den Scheiben! 

Irgendwann, wenn wir abends vor dem Schlafengehen keine Playmobilmeerschweinchen mehr wegräumen müssen, wenn unsere Kinder nach uns ins Bett gehen, dann werde ich mir denken das unser Kinderchaos doch eigentlich verdammt heimisch und gemütlich ist;)

Perfekt bin ich als Hausfrau ganz und gar nicht, perfekt bin ich auch als Mama und Ehefrau nicht, aber ich bin trotzdem verdammt glücklich!

Zwiespalt Beruf und Kinder

Heute war ich mit Lilly an meinem Arbeitsplatz. Wir haben geschaut was sich alles so verändert hat, grob geplant wie es nach der Elternzeit weiter gehen wird. 


Durch mein Berufsverbot war ich schon unwahrscheinlich lange nicht mehr in der Schule. Trotzdem ist man sofort zurück, wenn man die Geräusche dort hört, den typischen Schulgeruch riecht und den Schulgong hört. Ein vertrautes und gerade noch so ein entferntes Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich nächsten Sommer wieder arbeiten gehe. 

Auf der einen Seite freue ich mich ganz doll darauf, wieder nicht nur Mama zu sein, mich mit anderen Dingen neben meinen alltäglichen Aufgaben zu beschäftigen, vor anderen Herausforderungen zu stehen und auf der anderen Seite fühle ich mich komisch dabei, nicht ununterbrochen für die Kinder parat zu stehen.

Ich fühle mich komisch, aber nicht mehr schlecht, wie damals bei Noah. Dort fühlte es sich in den ersten Wochen für mich an, als würde ich mein Kind abschieben. 


(So klein war RiesenNoah übrigens noch vor gar nicht allzu langer Zeit)

Im Nachhinein war das völliger Unsinn, Noah hat die Zeit bei der Tagesmutter unwahrscheinlich schnell genossen und es hat ihn in seiner Entwicklung gefördert und sicherlich auch gefordert. So wird es auch bei Lilly sein und inzwischen weiß ich ja aus eigener Erfahrung in welch guten Händen sie dort ist. 


Ein wenig Sorge bereitet mir noch wie ich wann vorbereite und korrigiere, aber das bekomme ich hin, ich bin ja MultitaskingMama;) Die Daumen drücke ich uns ganz doll, dass wir bitte nicht ständig krank sind, denn das fand ich bei meinem Start mit Noah ganz übel! Aber gegen Krankheit macht man ja bekanntlich einfach nichts! 

Wisst ihr was ich heute Abend mache? Ich freue mich einfach ganz doll darüber, dass ich jetzt noch eine ganze Ladung Elternzeit genießen kann, die wir mit unseren Reisen ganz optimal nutzen, denn das werden wir sonst nie mehr einfach können!

P.s.: Apropos Urlaub, ich habe das hier zum megasupersuper Schnäppchenpreis ergattert und freue mich schon darauf es Lilly am Pool anzuziehen, denn in blau ist es letztes Jahr bereits noaherprobt worden und es war genial:

Der Super-Buggy und andere Abenteuer

Wir hatten das ultimative OmaOpaWochenende und da Uroma und Uropa nicht Omimi und Opipi sind, waren  wir heute noch im Bergischen Land! 

Auf der Hinfahrt erklärte Noah übrigens, er brauche ein neues Haustier, einen Löwen, von Aldi. Da gibt es die immer, in deR Kühlung…Gut das die am Sonntag geschlossen haben! Opi hat die Tierliebe aber unterstützt und so zieht heute dieses Tier bei uns ein:


Sehr entspanntes Haustier, haart nicht, ist stubenrein und sehr ruhig!

Ihr seht, Kastanien sammeln ist mindestens so schön wie Haselnüsse bunkern. 

Unser Urlaub rückt jetzt ja in greifbare Nähe und man beginnt zu überlegen, welcher Kinderwagen wohl mit soll. Nun haben wir DEN Favoriten! Sportlich, leicht, trendy, Chassis in alusilber, super gut zu verstauen und recht wendig, preislich übrigens auch der absolute Knaller: 


Naja gut, ich wäge wohl lieber weiterhin die Vor-&Nachteile unserer Fuhrwerke ab, denn die Liegeposition ist blöd bei Opa’s Luxusteil und es ist keine Bremse vorhanden!

Ansonsten haben wir mal wieder festgestellt, dass Opa einfach viel besser kocht als Mama, denn „Ich liebe Gemüse, ich liebe Kartoffeln und ich liebe dieses Fleisch“! Satt ist er also. 

Die angefutterten Kalorien hatte Noah natürlich flott wieder abgearbeitet, denn er war dort unterwegs, wo ich meine Kindheit verbracht habe!


Typischerweise hat das alles echt platt gemacht und während Lilly den Nachmittag in bergischer Luft verschlafen hat, 


ist Mr Autoschnarch nach wenigen Metern im Auto eingeschlafen, um halb fünf…Während ich hier tippe, schnarcht er noch, ist nicht weckbar und ihr kennt die Brisanz dessen sicherlich, unser Abend wird lang, sehr lang!

Ich gebe jetzt alles und versuche gaaaaanz vorsichtig zu wecken! Habt einen schönen Abend!

Besuch bei Uroma und Uropa

Heute gibt es einen kurzen und sonnigen Post von mir! Wir waren zu Besuch am Niederrhein und sind ganz gegen unsere Verhältnisse erst jetzt wieder zuhause angekommen! 

Genial das man das Wetter im Herbst noch so toll nutzen kann, von mir aus kann es gerne das gesamte Jahr über immer so sein! 


Eine kurze Werbung baue ich noch ein, denn den Trunki Koffer nehmen wir inzwischen ständig mit, es passt unwahrscheinlich viel hinein und für Noah ist natürlich das Highlight, dass er darauf durch die Gegend fahren kann!