Seid ihr Vereinsmamas oder Kursmütter? 

Erinnere ich mich an meine ersten Erfahrungen mit Mutteraktivitäten, da fällt mir dieser Schwangerenturnkurs ein, den ich tatsächlich ein einziges Mal besucht habe…Natürlich haben wir ihn voll bezahlt und natürlich war mir das völlig egal, denn da wollte ich nie mehr hin! Der Kursraum sah so aus, wie ich mir eine Metzgerei vorstelle und hatte auch eine ähnliche Temperatur! Er begann mit einer Vorstellungsrunde, nach der ich eigentlich schon wusste „Ich bin hier falsch!“, denn die Frauen waren nicht wie ich dort, um sich etwas zu bewegen, sie wollten sich „für den Zauber der Geburt vorbereiten“, sie planten mit „Geschmeidigkeit und Eleganz zu gebären“ und ich „Ich bin die Anne und muss mich einfach ein wenig bewegen“!

Dort ging es etwa 40Minuten um mein Lieblingsthema…Beckenboden! Es tut mir leid, aber ich finde nichts dämlicher als Übungen à la „fiktive Spaghetti mit dem Beckenboden aufzusaugen“ und kann sowas einfach nicht für voll nehmen. 

Der Dickbauchschwimmkurs den ich daraufhin besuchte war ganz ok, nur ich ständig erkältet…also auch nicht optimal, aber das lag einfach an mir.

Das wir keinen Geburtsvorbereitungskurs machen werden, haben wir bereits ganz zu Beginn der Schwangerschaft gewusst. Paarkurse mit dem Ziel sich auf etwas vorzubereiten auf das man sich unserer Meinung nach nicht vorbereiten kann, war einfach nicht unser Ding und Gruppenatemübungen würden bei mir nur in völliger Albernheit enden! 

Ich finde es völlig ok für diejenigen die sowas gerne machen, versteht mich nicht falsch, nur für mich ist es nichts! 

Die ersten Babykurse von Noah und mir waren auch nichts…Noah war anti alles und während alle anderen Kinder alles bestaunten, hat Noah gebrüllt! Aber wie! 

Schwimmen hat ihm Freude bereitet, nur das Umziehen in der Kabine nach dem Kurs war wieder lautstark (Mädels es tut mir noch immer leid, dass es sooo laut wurde!) und irgendwie haben wir dann auch nicht weiter ausprobiert. 

Inzwischen ist Noah 3Jahre alt. Zusammen mit seiner Freundin geht er in einen Schwimmkurs und zum Handball. Ich glaube das es ganz wichtig für ihn ist das sie dabei ist, denn wenn sie mal nicht kann, wirkt er manchmal etwas verloren, ist sie dabei, strahlt er.

Heute war Handballtag und es ist genial für Noah, denn die Trainer sind ganz liebevoll mit den Kindern, es wird viel gespielt, Eltern dürfen ruhig auch dabei bleiben, wenn Kinder (wie Noah) nicht gerne alleine dort bleiben möchten, die Kinder werden ausgepowert und alles wird einfach mit Freude und Spaß gemacht. 


Und auch klein Lilly darf zu Besuch kommen und findet es unwahrscheinlich spannend!



Für uns steht fest, alles kann, nichts muss. Hätte Noah an irgendwas keine Freude, müsste er es nicht weiter machen und wir würden ihm Alternativen anbieten, denn wir finden schon, dass etwas Bewegung außerhalb unseres normalen Programms gut tut und es schön ist, so auch andere Menschen kennen zu lernen. 

Nur ich persönlich bin bis auf die Schwimmerei (bei der Schwangerschaft mit Lilly habe ich auch einen gemacht und ganz liebe Frauen dort kennen gelernt) echt nie warm geworden mit Kursen für Frauen! 

2 Gedanken zu “Seid ihr Vereinsmamas oder Kursmütter? 

  1. Mit drei Jahren schon Handball? Wow, das ist bei uns erst ab der dritten Klasse drin. Jüngere Kinder werden nicht genommen.
    Mein Sohnemann ist sieben und besucht einige Kursangebote des Fördervereins unserer Schule. Das ist ganz praktisch zum Reinschnuppern in diverse Angebote, ist kostengünstig und befristet. Dieses Schuljahr sind Selbstverteidigung, eine mehrtägige Schatzsuche, Adventskranzbasteln, Naturapotheke und Backkurse dran.
    Für mich persönlich kämen wohl eher Kurse von der Volkshochschule in Frage (Sprach- oder Zeichenkurse). Die sind auch nicht zu teuer und zeitlich begrenzt. Da muss man sich nicht permanent auf etwas festnageln. Es soll ja Spaß machen und nicht zu einer Pflicht werden. 🙂
    Bin gespannt zu lesen, wie es bei euch so weitergeht!

    Ganz liebe Grüße

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    1. Ballspielgruppe des Handballvereins;)Das trifft es besser!
      Ich habe auch mal einen VHS Kurs gemacht und den Altersdurchschnitt bei „Italienisch für Anfänger“ gedrückt😉
      Die Fördervereinangebote finde ich aber eine super Idee!

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