Man kann nicht immer ein Vorbild sein…

…aber man sollte es zumindest versuchen. 

Kinder lernen natürlich überall. Sie schnappen alles auf, bekommen irrsinnig viel mit und imitieren Verhalten. Normalerweise verbringen sie die meiste Zeit mit ihren Eltern und lernen dort auch deren Verhalten und nehmen es an. 

Ich erwische mich natürlich auch manchmal dabei, dass mir ein „Sch…“-Wort aus dem Mund rutscht, was eigentlich vor den Kindern nicht sein sollte. Auch ich predige Ordnung und habe Chaos im Ankleidezimmer, aber auf für mich wirklich grundlegende Dinge lege ich wirklich wert. 

Was ich euch damit erzählen möchte? Das erfahrt ihr jetzt! 

Letzte Woche war ich am Nachmittag mit Noah und Lilly in einem kleinen Streichelzoo. Wir hatten Möhren für die Schafe und Ziegen dabei. Kinder und Ziegen hatten Freude an der Fütterung und alles war harmonisch und gut.


Plötzlich tauchte ein Junge auf, vielleicht ein Jahr älter als Noah. Er hatte eine Plastikpistole dabei, die ich persönlich absolut nicht als ein angemessenes Spielzeug für Kinder akzeptiere. Waffen töten und sind somit kein Spielzeug, aber darüber mag man auch diskutieren…

Der Junge gesellte sich zu uns, zückte seine Pistole und hielt sie dem Schaf an die Schläfe und brüllte „Ich knall dich ab, gleich bist du kaputt“! Ich glaube das ich selten in meinem Leben so schockiert war, wie in diesem Moment. 

Obwohl ich fremde Kinder eigentlich nicht Maßregeln möchte, tat ich dies doch und sagte ihm, dass ich es ganz schrecklich finde was er da gerade gesagt hat und er diese Pistole sofort vom Kopf des Schafes nehmen soll und fragte wo seine Eltern wären. Er zeigte mit dem Plastikpistolenteil auf die Bank hinter uns, dort saßen seine Eltern die die gesamte Situation lustig fanden. Der Vater schaute mich kritisch an und warf ein „Ist doch nur Spielzeug!“ in die Runde. 

Noah war inzwischen in Tränen ausgebrochen, weil er Angst hatte, dass das Schaf nun sterben müsste. Ich schnappte mir beide Kinder und wir gingen auf den Spielplatz nebenan. 

Noah habe ich an diesem Abend noch lange erklären müssen, dass das Schaf nicht sterben wird. 

Ich war nicht sauer auf den Jungen, er wusste es scheinbar nicht besser. Wenn Eltern solche Handlungen fördern oder Verursacher dessen sind, dann kann man von den Kindern nicht erwarten, dass sie anders handeln. 

Heute waren wir in einem Indoorspielplatz. Ich sah das eine Dame ein Stück von uns entfernt ihr Handy in der Popotasche hatte und dachte mir noch, dass es echt riskant ist, es auf diese Geräte mitzunehmen, da man es entweder verliert oder es kaputt machen kann. Etwa 3Minuten später entdeckte ich genau dieses Handy vor uns auf dem Boden. Noah jagte der jungen Mutter hinterher und sagte ihr das wir ihr Handy gefunden hätten und ich hab es ihr. Sie nahm es ohne ein einziges Wort des Dankes und sagte nur „Hab nicht gemerkt das es weg ist!“. 

Ich hätte keinen Kniefall erwartet, aber ein „Danke“ wäre echt angemessen gewesen. Ob ihre Tochter in einer anderen Situation angemessen Danke sagen wird? 

Ich mache auch Fehler, ständig und immerzu, aber ich hoffe doch, dass ich unseren Kindern grundlegende Höflichkeit und Benehmen durch mein Handeln und Verhalten vorleben kann. 

Aber ich mag nicht nur schimpfen, denn eigentlich ist mir nicht danach, wir hatten ein wunderschönes Wochenende, gefüllt mit Flughafenbesuch, Pizza mit lieben Menschen, Indoorspielplatz und Zoo und damit meine Wochenendfotos hier nicht fehlen. Tadaaaa:

Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche, hoffentlich ohne doofen Regen;)

6 Gedanken zu “Man kann nicht immer ein Vorbild sein…

  1. Ja, solche Menschen nerven einfach, ich könnte mich auch ständig über die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft aufregen. Arschloch-Eltern machen halt Arschloch-Kinder, das kann man leider nicht ändern, sondern nur hoffen, dass die Kinder durch andere Erfahrungen außerhalb ihre Elternhauses dennoch auf den richtigen Trichter kommen. Hopfen und Malz ist also nicht gleich verloren. Kinder entwickeln sich und können als Jugendliche oder Erwachsene ganz anders werden als ihre Eltern. Aber ärgerlich ist es trotzdem, wenn man solchen Menschen begegnet.

    Euch auch einen guten Start in die Woche.
    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

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  2. Da werd ich schon sauer nur vom Lesen. Wie können manche Eltern eigtl so ignorant sein. Wie kann man seinen Kindern beibringen, dass es Spiel ist zu sagen man tötet? Unfassbar was es für, sorry, dumme Menschen gibt.

    Ich werde da auch großen Wert drauf legen, dass Emma ein liebes und höfliches Mädchen wird und keine überzogene und unverschämte Göre. Sowas hasse ich nämlich wie die Pest.

    Liebe Grüße Leandra

    http://www.chocoflanell.de

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  3. Die Frau hätte wenigsten Danke sagen können. Aber so ist das heute leider alle sind immer in Eile und denken es ist selbstverständlich das man da hinterher läuft
    Dabei ist es das nicht viele hatten das Handy einfach liegen lassen
    Ich mag es gar nicht wenn Kinder schon so früh mit Waffen selbst wenn es nur eine wasserpistolr ist in Berührung kommen
    Das dein Sohn da Angst hatte um das Schaf kann ich verstehen
    Lg Denise

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