Wir sind zurück!

In unserem Rückreisegepäck sind neben ein paar ganz kleinen Souvenirs, wie arabische Kajalstifte, unwahrscheinlich tolle Einblicke und Bilder mit nach Deutschland gereist. Wir haben eine Woche in einer völlig anderen und doch unglaublich faszinierenden Welt erlebt. 


Unser Fahrer, der uns zum Flughafen gebracht hat und aus Indien in die Emirate gekommen ist, fasste es gestern treffend zusammen! Er sagte „Respektierst du die Menschen hier, so wirst du selbst auch überall Respekt erfahren!“. 

Genau das ist es, was wir erfahren haben. Respekt. Es ist dort völlig egal wo du herkommst, ob du einen Bikini oder eine Burka trägst, es ist völlig egal ob deine Haut weiß oder braun ist. Arabische Papas turnen genauso im Pool mit ihren Kindern herum wie deutsche, englische oder brasilianische andere Väter. Arabische Kinder haben genauso viel Lust bei einem Abendessen still zu sitzen und die Mama, deren Augen ich lediglich durch die Burka erkenne im Supermarkt, deren Tochter gerade einen Wutanfall bekommt, weil sie ein My Little Pony Schokoladenteil haben will, seufzt wie ich es auch oft tue und sagt lächelnd zu mir „Sie können so lieb sein, aber manchmal sind sie eine Katastrophe!“!

Natürlich laufen in anderen Ländern Dinge anders ab, natürlich passen gewisse Traditionen und Werte nicht zu dem was wir leben, dies darf ich auch als nicht richtig empfinden. Trotzdem empfinde ich es als Erweiterung des eigenen Horizonts wichtig mir einen eigenen Eindruck zu verschaffen! 


Ganz viele Fragen haben mich zu dem Klima in Abu Dhabi erreicht. Es war perfekt! Ein 30Grad Sommertag in Deutschland ist aufgrund der matschigen Luft viel anstrengender als ein 42Grad Nachmittag in den Emiraten! Dort ist die Luft trocken und die Wärme völlig angenehm. Für einen Strand-/Poolurlaub genau die richtige Temperatur!

Wir haben die pure Familienzeit einfach genossen


und es wird definitiv nicht unser letzter Urlaub dort gewesen sein!

Traumreise – Abu Dhabi

Ich gebe zu, es ist ein Abenteuer! Spontan haben wir letzte Woche bei strömenden Regen eine Reise in eine andere Welt gebucht! Wir wollten eine Auszeit haben und da wir die Preise für die gängigen Reisziele überteuert empfunden haben und wir das Verhältnis Preis-Leistung beispielsweise auf Mallorca als nicht gerechtfertigt ansehen, kamen wir darauf einen Urlaub der ganz anderen Art zu verbringen. 


Nach einem Flug mit Emirates (Was ist das bloß ein Vergleich zu unserem Flug mit AirBerlin nach Miami) kamen wir ziemlich müde am Zielflughafen Dubai an. Unglaublich aber wahr, die Stewardessen boten mir die Hilfe einer Nanny an, die vor Ort war, als Lilly weinte und fragten ob sie uns vielleicht irgendwelche Extrawünsche erfüllen könnten, damit Lilly sich glücklich fühlt. Das ist Service, Lilly brauchte allerdings einfach nur Schlaf;)

Dank gilt übrigens auch meinem Sitznachbarn, der sogar Verständnis zeigte, als Lilly ihn zum wiederholten Mal weckte und der sein Tischchen mit mir teilte, so dass Lilly in Ruhe auf mir liegen konnte und mir auch so immer wieder geholfen hat. 

In Dubai gelandet ging alles unwahrscheinlich flott und organisiert und selbst unser Fahrer stand schon bereit, der uns nach Abu Dhabi gefahren hat.


Die Fahrt war super entspannt, da die Kinder schliefen und ich staunend die gigantischen Gebäude links und rechts der Autobahn bestaunen konnte und Philipp mir Kaffee besorgt hatte. Ich habe hier übrigens noch nie auch nur einen Fitzel Müll gesehen! Es ist alles so sauber!


Als wir im Hotel ankamen, ging das Staunen weiter! Wir haben bereits viele Hotels kennen gelernt, aber wir waren noch nie in einem Hotel dieser Klasse! 

Unser Zimmer ist riesig, das Bad gigantisch, der Ausblick ist ein Wahnsinn und der Service den wir hier erleben ist unübertroffen. 

Als wir von der Reise berichteten, war die erste Frage bei vielen „In so ein Land mit Kindern? Müssen Lilly und du dann Kopftücher tragen?“!

Ich glaube, es gibt kaum andere Orte dieser Welt, die so multikulti sind, wie die Emirate! Neben den komplett verhüllten Damen in der schwarzen Burka sieht man blonde Frauen im Bikini, aber auch Silikonbomben im goldenen Tangabadeanzug. Man wird von niemandem komisch angeschaut, wenn man in seiner westlichen Kleidung unterwegs ist. Die Menschen sind freundlich und weltoffen. 

Und genau das ist eine von ganz vielen Sachen, die unsere Kinder durch die Reisen lernen sollen. Menschen sind unterschiedlich, Kulturen sind anders und trotzdem teilen wir eine Welt miteinander! 


Und außerdem wäre es auch ziemlich einfältig, wenn man keine anderen Dinge sieht und besonders schmeckt;) Das Essen hier ist übrigens auch gigantisch! Für die Kinder gibt es seit gestern extra ein zusätzliches kleines Kinderbüffet, wobei sie auch glücklich mit der „Erwachsenenauswahl“ sind, da gibt es allerdings nicht die „Hoppe-hoppe Rrrrraaaaiiittta“-Pferde, von denen Noah und Lilly gleichermaßen begeistert sind (genau die stehen übrigens auch im Wartezimmer bei unserem Kinderarzt, da werden sie meist ignoriert)!


Für uns steht fest, wir finden es toll hier!

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider… *Werbung*

Ich finde, Kinder sollten bunte Kleidung tragen. Nichts ist blöder als Kinder, die in unbequeme Erwachsenenkleidung gesteckt werden, in der sie sich nicht bewegen können und die nicht schmutzig werden darf! 

Noah und Lilly sind bunt! Sie dürfen selbst kombinieren, tragen Mustermixe und können in ihrer Kleidung alle Berge oder Couchen erklimmen! 

Wichtig ist mir bei unserer Kleidungswahl, dass die Sachen funktional sind und sie nicht mit irgendwelchen Chemikalien behandelt wurden. Regen- und Sonnenkleidung sollen bei uns zum Beispiel wirklich schützen, Hosen sollen nicht rutschen und weich sein und Pullover dürfen keine Kragen haben, die zu eng sind. 

Optimale Kleidung für unsere Ansprüche habe ich bei Babauba gefunden. Die Stoffe sind bunt, sie sehen nach fröhlichen Kindern aus und die Mode ist völlig durchdacht! Es gibt keine Diskussion à la „ich will das nicht anziehen“, weil die Kinder die Stoffe lieben.


Noahs Softshelljacke hat in der Kaputze ein Extrabündchen, welches verhindert, dass ihm die Kaputze ins Gesicht rutscht, genau dieses Problem hatten wir oft bei anderen Jacken. Auch im unteren Teil der Jacke dichtet ein Büdchen die Jacke ab, so kriecht auch keine Kälte von unten in die Jacke!


Lilly kann jetzt gut behütet auch bei schönem Wetter den Spielplatz rocken, denn ihr Sonnenhut von http://www.babauba.de sieht nicht nur total niedlich aus, er schützt ihren Kopf, ihre Augen und den Nacken vor Sonnenstrahlen. Die Mütze ist ganz weich und passt sich perfekt der Kopfform an, nichts drückt oder zwackt und so bleibt sie auch tatsächlich auf dem Kopf und wird nicht im hohen Bogen weggepfeffert!


Wer also qualitativ hochwertige Produkte aus einer fairen Produktion, mit Liebe zum Detail und coolen Prints mag, der ist bei Babauba absolut richtig! Außerdem gibt es immer total nette kleine Geschenke zu der Bestellung, sowas mag ich ja;)

Danke an das Team von Babauba für die Bereitstellung der tollen Produkte!

Auszeit 

Viel Arbeit gab es in den letzten Wochen. Auch wenn ich körperlich dabei nicht aktiv bin, so rattert auch mein Kopf ununterbrochen und auch die gedanklichen Baustellen sind nicht unanstrengend. Warum ich körperlich nicht aktiv bin? Einer von uns beiden muss auf die Kinder aufpassen, während Wände aufgerissen werden, gehämmert und gebohrt wird. 

Dazu macht uns dieses Wetter mürbe, die Kinder können nicht soviel raus, wie sie gerne wollen. Wenn wir gerade draußen sind, kommt die Dusche von oben…

Irgendwie haben wir das Gefühl eine kleine Auszeit zu brauchen und werden uns für ein paar Tage in die Ferne verabschieden! 

Nach einem Vormittag am Flughafen ist unsere Wahl getroffen worden!



Wir wollen für ein paar Tage einmal komplett etwas anderes sehen und fliegen nach Abu Dhabi! 

Miriam von HowImetmymomlife hatte ja vor einigen Monaten von ihrer Reise in die Emirate auf meinem Blog berichtet und uns absolut Lust auf einen Trip dorthin gemacht! Natürlich werde ich euch auch auf dem Blog ein wenig an der Reise teilhaben lassen und von dieser ganz anderen Welt erzählen! 

Ferien? Ich finde euch auch etwas anstrengend! *Werbung

Lange schlafen, Bücher lesen, in der Sonne liegen, nichts tun…Wann bitte soll das sein???

Ganz sicher nicht in den Sommerferien mit kleinen Kindern;) Hier waltet der „frühe Vogel“, Bücher werden in olympiareifen Schnelligkeit angeschaut und wenn die Sonne überhaupt mal scheint, dann fällt die Puppe gerade aus dem Wagen, der Hasenstall wird geöffnet und natürlich nicht wieder geschlossen, der Gartenschlauch ist urplötzlich an oder die Hasenmäuse haben Hunger, wobei sie den aber immer haben (besonders auf Eis und Torte)! Schlechtes Wetter kann auch extrem schlechte Laune provozieren und so gab es hier auch schon ordentlich schlechte Regenstimmung!

Ferien sind manchmal echt anstrengend. Wir haben zur Zeit eine riesige Baustelle in unserer Wohnung, die wie vermieten und Philipp springt vom Baumarkt zur Baustelle und koordiniert Handwerker oder andere Menschen. Auch wenn Noah heute ein hervorragender Handwerker war, 

wir sind froh, wenn das alles nächste Woche endlich vorbei ist und wir wirklich Familienferienzeit haben und dann auch größere Unternehmungen starten können, denn die finde ich als Familie einfach viel schöner und um Welten einfacher, als ohne Philipp mit den beiden Kleinen. 

Bis dahin füttern wir weiter Tiere, ernten, grillen, matschen und gehen in Baumärkte.


An dem Verhalten in Baumärkten müssen wir übrigens noch arbeiten…Noah hatte keinerlei Interesse mehr einfach bei uns zu bleiben und ist ständig durch die Gänge gefegt. Lilly und ich hinterher, während Philipp Steckdosen aussuchen musste. Plötzlich war er tatsächlich verschwunden, mit Herzrasen sprintete ich schon in Richtung Ausgang, weil ich Angst hatte, er könne rausrennen. Da sehe ich mein Kind tiefenentspannt zur Information wandern und höre ihn „Meine Eltern sind verschwunden, ich heiße Noah Levi und wohne auf der Bstraße in Mülheim“. Sekunden später ertönte ein „Der kleine Noah Levi möchte an der Information abgeholt werden!“. Ich war natürlich sofort da und dachte es könnte ihm eine Lehre gewesen sein, Pustekuchen…Er strahlte mich an und sagte „Die sind total nett hier!“. Darüber haben wir uns am Abend noch länger unterhalten;)

Das Team von Trunki war übrigens so lieb und hat uns die „Eat Range“ für beide Kinder zur Verfügung gestellt. Wir testen ganz fleißig bei unseren Ausflügen und ich berichte euch dann ausführlich, wie uns die Sets gefallen. Bisher finden wir sie spitze!


Aber ich will nicht rummeckern, es ist auch unwahrscheinlich toll keinerlei Zeitdruck zu haben und in den Tag hineinleben zu können. Ich kann 24h mit den Kindern verbringen und wir sind top fit und gesund! Wir lachen viel und kuscheln und ganz besonders freuen wir uns auf die kommende Woche und ganz viel gemeinsame Zeit!


Danke an Trunki für die Bereitstellung der Produkte!

Und dann wurden wir Eltern!

Gestern habe ich mich mit einem Paar unterhalten, beide etwa 5Jahre jünger als ich. Ich habe mich vorher noch nie so zurückversetzt gefühlt, wie während dieser Beobachtung. 

Wir redeten über Urlaube, generelle Tagesabläufe, Interessen und all das was sie berichteten, erinnerte mich an die Zeit, in der wir noch keine Eltern waren.


Heute kann ich mir ehrlich gesagt kaum noch vorstellen, wie es war, so viel Zeit nur für sich selbst zu haben. Vielleicht bin ich oft auch extrem, aber meine ersten Gedanken drehen sich immer um die Kinder. 

Planen wir jetzt Reisen, so müssen die Hotels kindgerecht sein und einen tollen Spielplatz haben, früher habe ich mir die Entfernung zu Shoppingstätten und Unterhaltungsmöglichkeiten vorab angeschaut. Gingen wir früher einkaufen, so wanderten Lebensmittel wie Rucola, Zartbitterschokolade, Parmesan und Oliven in den Einkaufswagen, heute sind es Salatgurken en masse, Kartoffeln und Smarties. Während wir früher die Abende oft noch mit langen Spaziergängen an der Ruhr verbracht haben, sehen wir heute zu, frühzeitig zuhause zu sein, da die abendliche Bettroutine ansteht. Inzwischen kenne ich bei DM nicht mehr die neuesten Wimperntuschen, sondern mir fällt sofort auf, dass Hipp eine nagelneue Reiswaffelsorte herausgebracht hat;) Um 6Uhr am Sonntag in der Frühe tanzen wir bereits und singen inbrünstig „Meine Hände sind verschwunden“, statt wie früher noch zu schlafen. 

In den letzten 5Jahren hat sich viel verändert, beinahe jeden Tag. Es gab Momente, da befand man sich wirklich in Extremsituationen, wie Geburten…Wir haben gelebt und erlebt, all diese Erlebnisse schweißen zusammen, lassen uns die Veränderungen als genau richtig empfinden! Es ist toll gewesen einfach ein Paar zu sein, aber es ist noch viel erfüllender Eltern zu sein! Zumindest für uns! 

Handball, Schwimmkurs, Taekwando – Was machst denn du?

Ich finde ja, irgendein Hobby braucht jedes Kind! Selbst bin ich früher zum Ballett gegangen, danach jahrelang in die Kunstschule und irgendwann waren dann Pferde absolut mein Ding. 

Besonders gut fand ich immer, ich durfte alles ausprobieren und mir wurde niemals irgendein Hobby aufgezwungen, auf das ich keine Lust hatte. Mir wurden meine Wünsche erfüllt und ich wurde unterstützt. 

Ich denke das Kinder einen Ausgleich zu ihrem normalen Programm brauchen. Für die einen ist die Musikschule vielleicht toll, der nächste ist ausgeglichener wenn er vor einen Fußball kickt und wieder ein anderes Kind mag am liebsten Formationstanz. 

Es sollte gerade bei den Kleinen nicht zu viel werden und niemals Stress oder Druck ausgelöst werden, denn dem müssen sie noch früh genug im Leben standhalten!

Philipp hat viele Jahre sehr aktiv Handball gespielt und so lag nahe, dass Noah erstmal testet, wie er dies wohl findet. Erst war er sehr begeistert, aber in der letzten Zeit war die Freude daran, warum auch immer recht gering. Er turnte nur alleine mit dem Ball durch die Halle und war nur in den letzten Minuten bereit, sich am Training der anderen zu beteiligen. Dann allerdings mit großer Freude und Traurigkeit darüber, dass das Training dann beendet war…

Schwimmkurse haben wir immer wieder besucht, fanden die meisten aber wirklich schlecht! Noah hat im Urlaub bereits ganz gut gelernt sich über Wasser zu halten, aber die Kurse für sein Alter waren bisher eher eine „Popobombe“ und keine Schwimm-, sondern unqualifizierte Planschkurse. 

Da es Noah durchaus nicht schaden kann, zu lernen, sich selbst zu behaupten und sich an Regeln zu halten, haben wir gestern und heute Taekwando getestet und nachdem er gestern zum Ende hin große Angst vor den lauten Geräuschen bei den Kicks der Profis gegen die Schlagabwehrer (heißen die Bratzen? Habe ich immer so verstanden!) hatte, war er heute völlig furchtlos und hatte riesigen Spaß an dem Training! Lediglich das Seilspringen für die Stärkung der Beibmuckies war noch ein unüberwindbares Hindernis für ihn;)


Testen wir weiter und warten ab, ob er auch bei den nächsten Malen Freude hat!

Wie seht ihr das? Sollen Kinder Sport machen, Hobbys ausüben? Sollen sie die Sachen machen, die ihr gerne mögt oder seid ihr absolute Sportmuffel?