Was machen wir bloß, wenn der Sommer vorbei ist?

Wie unglaublich doll genießen wir doch den Sommer! Pläne lassen wir Pläne sein, werfen sie kurzerhand um und verlagern einfach die Tage komplett nach draußen! 

Frischluftausflüge direkt nach dem Aufstehen (die Bilder von mir in meiner Schlafbuxe erspare ich euch aber lieber) Vormittage im Sand, mit kleinen Fröschchen im Park und die Nachmittage mit Freunden, Kuchen und Apfelschorle im Garten!


Es ist im Sommer so viel einfacher völlig zufriedene und schmuddelige Kinder zu haben, weil sie sich draußen mit allem was die Welt zu bieten hat beschäftigen können und man selbst inzwischen tatsächlich auch mal einfach sitzen kann und das Treiben beobachten darf!


So wandern nun zwei völlig müde Mäuse ins Bett und träumen hoffentlich tief und fest von ihren heutigen Abenteuern! 

Morgen möchte ich euch übrigens zeigen, warum mir Noahs neue Uhr ein Gefühl von Sicherheit liefert und was das mit großen Spielplätzen zu tun hat!

Geschwisterliebe

In den letzten Wochen verging kein einziger Tag, an dem Noah nicht vor einem unser Urlaubsbild einer Mallorca Reise stand, bei der er selbst gerade 1Jahr alt war. Immer und immer wieder studierte er diese Bilder ganz genau. Da viele seiner Kindergartenfreunde gerade die Sommerferien für Reisen nutzen und er auf dem „Können wir bitte auch in den Urlaub fliegen“-Trichter ist, vermutete ich erst, dass es ihm um das Meer, den Strand und das Urlaubsfeeling ging. 

Heute Abend habe ich erst richtig begriffen, warum er die Bilder ständig anschaut. 

Er fragte mich ganz traurig, wie es bloß sein kann, dass wir einfach eine Reise ohne Lilly gemacht haben. Lilly wäre immer dabei und wir würden sie niemals einfach irgendwo abgeben und wegfahren, wie kann es dann bloß sein, dass sie nicht auf den Fotos ist. Er erklärte auch weiter, dass er nicht begreifen kann, warum wir auf den Fotos so fröhlich aussehen, wenn Lilly doch fehlen würde. Er möchte niemals mehr eine Reise machen, wenn Lilly nicht dabei sein kann, denn er würde sie so sehr vermissen, dass er das nicht aushalten könnte!

Puuuhh…für Aufklärungsgespräche ist es wohl noch ein wenig zu früh. 

Also wühlte ich in meinen Fotos und zeigte ihm Bilder vom Jahr danach, im identischen Hotel, allerdings mit einer ordentlichen Babykugel. Ich erklärte ihm, dass Lilly erst in diesem Jahr in meinem Bauch war und wir noch bis Februar warten mussten, bis wir sie endlich sehen durften. 

Plötzlich war er ganz erleichtert, erklärte mir aber, dass es eine ganz dämliche Idee gewesen sei, Lilly erst so spät aus meinem Bauch zu lassen und das es sicherlich auch nicht so gemütlich in so einem Bauch wäre. 

Ich erinnere mich noch an meine Ängste während der Schwangerschaft, die von vielen Außenstehenden gepusht worden sind „Noah wird so eifersüchtig werden!“!

Noah war und ist nicht eifersüchtig, er liebt seine kleine Lilly-Schwester mehr als alles andere auf der Welt und er weiß auch ganz genau, dass sein Stellenwert sich in keiner Sekunde bei uns geändert hat! Er ist der tollste große Bruder überhaupt!



Und für morgen habe ich ihm versprochen, dass wir zusammen eine Collage erstellen. Darauf kleben wir ganz viele Fotos von Noah, Lilly, Papa und Mama, denn nur so ist es richtig!

Die Ruhe nach dem Sturm! *Werbung

Hui, unsere letzte Woche war irgendwie wuselig! Ständig waren Dinge zu erledigen, die Zeit ist zwischendurch einfach gerast und zur Krönung oder auch genau dadurch hatte Lilly Laune…

So wie sie sich letzte Woche durch die Nachmittage gezickt und gemeckert hat, so kenne ich sie eigentlich gar nicht. Vielleicht waren es auch wieder die Zähne, ein Schub, das Wetter, Müdigkeit, eine Kombi aus allem – man weiß es nicht! 

Nachdem am Freitag der letze Tag vor meinen Sommerferien beendet war, wandelte sich ihre Stimmung ferienhaft, nach vorherigem Zoobesuch mit der Tagesmutter, 


und seitdem haben wir das Wutmonster Lilly vergessen und unsere liebe Lilly wieder, ein Glück!

Während der Papa sich bei einem Grillseminar vollgefuttert hat,


haben wir mit den Puppen gespielt, viel gemalt, denn das machen die beiden gerade besonders gerne, waren ein wenig in Sachen „wir bedanken uns bei Menschen die uns geholfen haben“ unterwegs und haben während der Regen draußen plötzlich strömte mit den Nachbarenkelkindern Playmobil gespielt. 

Genauso entspannt ging das Wochenende weiter, ein Einkauf am Samstag, Eis essen, Schuhe kaufen (plötzlich wachsen Lillys Füße nur noch und Noah braucht ja generell einfach immer Schuhe), mit drei Puppenwagen gleichzeitig durch einen Babyladen fahren,…

Auch heute haben wir den Sonntag, so ohne Verpflichtungen, absolut genossen! Noah hat mit uns geübt Fahrrad zu fahren, während Lilly vergnügt auf dem Dreirad durch die Gegend geschoben wurde.


Wir haben wieder viel Zeit am Maltisch verbracht und mein absoluter Tipp für Kinder die gerne malen: die Schneider Link-It Stifte! Selbst Lilly mit ihren bald 17Monaten kann damit schon richtig gut umgehen, denn sie liegen super in der Hand, sind für beide Kinder problemlos zu öffnen und drücken nicht durch das Papier, auch wenn man den Stift mal länger auf eine Stelle hält! Außerdem sind die Farben echt toll und knallig!


Aber nicht nur die Kinder durften tolle Stifte von http://www.schneiderpen.com testen, auch Frau Mamimi-Lehrerin hat endlich mal die perfekte Ausstattung für die Schule bekommen und ich freue mich riesig tatsächlich meine ollen Gratiskugelschreiber und Co gegen Qualität einzutauschen, denn so macht auch mir die Arbeit noch mehr Freude. Aber erst nach den Ferien;) 


Den heutigen Abend haben wir mit lieben Menschen und Philipps neu erlernter Grillkunst in Form von riesigen SpareRibs ausklingen lassen! Die Kinder haben im Garten getobt, gematscht, gelacht und alle sind eben müde ins Bett gefallen.


Oft sind es die ganz alltäglichen Dinge, die uns hier einfach alle glücklich machen! 

Ich wünsche euch allen einen entspannten und schönen Start in die neue Woche.

Danke an die Firma Schneider für die Bereitstellung der Stifte!

Dankbarkeit! 

Ich sitze hier heute Abend und in meinem Bauch und meinem Herzen mischen sich Gefühle wie Traurigkeit, Glück und verdammt große Dankbarkeit!

Noah durfte heute mit mir in die Schule gehen. Er hatte es sich schon lange gewünscht und die letzte Woche vor den Ferien bietet sich dafür toll an! Ich wusste das die Schüler super lieb zu ihm sein werden und ich wusste auch, dass es ihm gefallen wird.

So schnell und so glücklich wie heute morgen sind wir in den letzen Monaten nicht ein einziges Mal gestartet. Noah hatte sofort seinen Schulrucksack mit allem was man so benötigt gepackt und war unwahrscheinlich aufgeregt. 


Für heute war ein Ausflug in einen Park geplant. Erst war Noah noch sehr schüchtern, doch gerade die dunkelhaarigen Jungs mit ihrem lauten Arabisch fand er unwahrscheinlich spannend. Besonders A.hatte es ihm sofort angetan und er gab alles, um Noahs kleines Herzchen zu erobern. 


So wurde er gewippt, geschaukelt, Noah durfte ein Tor nach dem anderen schießen, er würde geschleppt, umsorgt und bespaßt! 


Während die Jugendlichen auf der Wiese mit meinem Kind herumalberten, kam einer der Jungen, der noch nie zuvor in einem Land ohne Krieg gelebt hat zu mir und sagte „Ich liebe Deutschland, hier muss ich niemals Angst vor Bomben haben und die kleinen Kinder können rennen und lachen!“! Er strahlte dabei und ich hatte das Gefühl, dass er zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl von Freiheit und Glück verspüren konnte! 

Wir jammern, mich natürlich eingeschlossen, über so viele unnötige Dinge im Leben. Ich war gestern Abend zB stinksauer darüber, dass unsere Waschmaschine Flecken in 3 meiner Shirts gewaschen hat…Wie unglaublich unwichtig ist das alles?!?!

Ich habe das riesige Glück satt und gesund in Sicherheit Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Wir haben alles was wir brauchen und noch mehr!

Wir können nicht jeden retten, aber wir können Hände reichen und uns bewusst machen, wie gut es uns geht! Ich bin unendlich dankbar für das, was ich habe!

Noah hat mir den ganzen Tag von A. erzählt, seinem neuen Freund und ich weiß, auch Noah hat dazu beigetragen, dass er heute strahlen könnte!

Crashgirls

Eigentlich hatten wir einen wunderschönen Sonntag, zum ersten Mal musste Lilly nicht mit dem ersten Augenaufschlag aus dem Bett sprinten und es war auch tatsächlich fast 7Uhr bei Aufstehung. 

Während der Papa handwerklich aktiv war,  bin ich mit den beiden Richtung Heimatstadt gefahren und wir haben tolle TrödelmarktSchnäppchen gemacht. (Noah hat es einfach drauf „Ich habe nicht mehr Geld und finde es soooooooo schön“!)

Danach haben wir bei Oma und Opa gespielt, getanzt und Mittagessen gefuttert. 

Lilly hat es in letzter Zeit drauf, wie eine Irre durch die Welt zu rennen, keine Treppe zu hoch, kein Untergrund zu holprig…oder doch! Manchmal geht es einfach verdammt schnell, so schnell, dass man, egal wie man aufpasst Gefahren nicht mehr ausweichen kann. So leider auch heute, denn da müsste Lilly schmerzlich erleben, dass die Gartentreppe meiner Eltern hoch und steil ist!


Nachdem bei ihr der Schreck recht flott verklungen war, sie ist da echt cool, war ich schon noch ordentlich aufgeregt. 

Heute habe ich gelernt, dass ich in solchen Momenten vielleicht erstmal nicht mit dem Auto fahren sollte, denn während ich rückwärts aus der Einfahrt meiner Eltern fuhr, setze ich den Wagen voll in den Wagen ihrer Nachbarin…Booommm! 

Zum Glück bin ich nur ganz langsam gefahren und den Kindern ist gar nichts passiert, sie haben nicht einmal gemerkt das es geknallt hat. Es ist nur Blech und alles ist versichert, trotzdem ärgert man sich irgendwie über sich selbst. Darüber das man in solchen Momenten, auch wenn man genau weiß, dass es eine doofe Platzwunde so furchtbar nervös wird;) 

Ich hoffe Lillys Wunde heilt ganz schnell und schmerzt nicht mehr doll. Es wird eine von vielen Macken sein, das gehört zum Leben dazu, aber trotzdem würde ich meine Kinder so gerne vor allem, was ihnen weh tun kann bewahren können. Aber ich bin nicht Supergirl, ich bin nur die Crashmami;)

Vereinbarkeit – es ist so ruhig um uns!

In den letzten Tagen haben mich immer wieder Nachrichten erreicht, in denen gefragt wird, ob alles bei uns gut ist. 

Es ist sogar alles hervorragend! Die ersten fünf Wochen als arbeitende Mama sind bereits hinter uns und es funktioniert eigentlich alles hervorragend. Allerdings muss ich sagen, auch wenn ich nur wenige Stunden unterrichte, unser Alltag hat sich enorm verändert. Alles was Lilly und ich zuvor morgens erledigt und erlebt haben, bleibt natürlich am Vormittag liegen und muss am Nachmittag oder Abend erledigt werden. Unsere Zeiten haben sich verschoben und ich fahre viel hin und her, wobei ich doch so viel lieber noch immer ganz viel zu Fuß und mit dem Kinderwagen machen würde, aber das passt einfach streckenmäßig nicht mehr. 

An manchen Tagen finde ich die Nachmittage verdammt anstrengend, in meinem Kopf schwirren noch ganz viele Schulgedanken umher, die einfach nicht zuende gedacht werden dürfen, weil Lilly Zahnlaune hat oder Noah in voller Bekleidung in einer Regebpfütze sitzt;) An vielen Tagen haben wir erst gegen halb zehn abends zum ersten Mal auf der Couch gesessen und auch da hätte man noch massig Dinge erledigen können. 

Aber ich will hier absolut nicht meckern oder jammern, ich finde es toll wieder arbeiten gehen zu können, aber es ist einfach neu! 

Wenn ich allerdings denjenigen, die es nicht wissen sage, dass in einer Woche bereits die Sommerferien eingeläutet werden, dann könnt ihr euch vorstellen, dass ich dann auch einfach mehr Zeit für den Blog habe und ich sicherlich noch einige spannende Dinge für euch parat habe! 

Unsere Wochenenden verbringen wir natürlich noch genau so mit Aktivitäten, wie sonst auch und so haben wir gestern tatsächlich abends noch den Papa vom Sommerfest seiner Firma im SeaSideBeach am Baldeneysee abgeholt, die Füße dort in Sand und Wasser gehalten, Eis gefuttert und sind für unsere Verhältnisse verdammt spät und sandig ins Bett gefallen!



Demnach ist Noah heute, nach einem Besuch des echt unspektakulären Familienfests am Mülheimer Flughafen, ziemlich müde gewesen!

 

Gleich geht es hier für beide Mäuse wieder zu normaler Uhrzeit ins Bett und die beiden freuen sich schon ganz besonders auf morgen, denn da besuche ich mit ihnen Oma und Opa. Und der Opa, der kocht Gemüse für Noah, was sein persönliches Highlight der Woche ist;)

Man kann nicht immer ein Vorbild sein…

…aber man sollte es zumindest versuchen. 

Kinder lernen natürlich überall. Sie schnappen alles auf, bekommen irrsinnig viel mit und imitieren Verhalten. Normalerweise verbringen sie die meiste Zeit mit ihren Eltern und lernen dort auch deren Verhalten und nehmen es an. 

Ich erwische mich natürlich auch manchmal dabei, dass mir ein „Sch…“-Wort aus dem Mund rutscht, was eigentlich vor den Kindern nicht sein sollte. Auch ich predige Ordnung und habe Chaos im Ankleidezimmer, aber auf für mich wirklich grundlegende Dinge lege ich wirklich wert. 

Was ich euch damit erzählen möchte? Das erfahrt ihr jetzt! 

Letzte Woche war ich am Nachmittag mit Noah und Lilly in einem kleinen Streichelzoo. Wir hatten Möhren für die Schafe und Ziegen dabei. Kinder und Ziegen hatten Freude an der Fütterung und alles war harmonisch und gut.


Plötzlich tauchte ein Junge auf, vielleicht ein Jahr älter als Noah. Er hatte eine Plastikpistole dabei, die ich persönlich absolut nicht als ein angemessenes Spielzeug für Kinder akzeptiere. Waffen töten und sind somit kein Spielzeug, aber darüber mag man auch diskutieren…

Der Junge gesellte sich zu uns, zückte seine Pistole und hielt sie dem Schaf an die Schläfe und brüllte „Ich knall dich ab, gleich bist du kaputt“! Ich glaube das ich selten in meinem Leben so schockiert war, wie in diesem Moment. 

Obwohl ich fremde Kinder eigentlich nicht Maßregeln möchte, tat ich dies doch und sagte ihm, dass ich es ganz schrecklich finde was er da gerade gesagt hat und er diese Pistole sofort vom Kopf des Schafes nehmen soll und fragte wo seine Eltern wären. Er zeigte mit dem Plastikpistolenteil auf die Bank hinter uns, dort saßen seine Eltern die die gesamte Situation lustig fanden. Der Vater schaute mich kritisch an und warf ein „Ist doch nur Spielzeug!“ in die Runde. 

Noah war inzwischen in Tränen ausgebrochen, weil er Angst hatte, dass das Schaf nun sterben müsste. Ich schnappte mir beide Kinder und wir gingen auf den Spielplatz nebenan. 

Noah habe ich an diesem Abend noch lange erklären müssen, dass das Schaf nicht sterben wird. 

Ich war nicht sauer auf den Jungen, er wusste es scheinbar nicht besser. Wenn Eltern solche Handlungen fördern oder Verursacher dessen sind, dann kann man von den Kindern nicht erwarten, dass sie anders handeln. 

Heute waren wir in einem Indoorspielplatz. Ich sah das eine Dame ein Stück von uns entfernt ihr Handy in der Popotasche hatte und dachte mir noch, dass es echt riskant ist, es auf diese Geräte mitzunehmen, da man es entweder verliert oder es kaputt machen kann. Etwa 3Minuten später entdeckte ich genau dieses Handy vor uns auf dem Boden. Noah jagte der jungen Mutter hinterher und sagte ihr das wir ihr Handy gefunden hätten und ich hab es ihr. Sie nahm es ohne ein einziges Wort des Dankes und sagte nur „Hab nicht gemerkt das es weg ist!“. 

Ich hätte keinen Kniefall erwartet, aber ein „Danke“ wäre echt angemessen gewesen. Ob ihre Tochter in einer anderen Situation angemessen Danke sagen wird? 

Ich mache auch Fehler, ständig und immerzu, aber ich hoffe doch, dass ich unseren Kindern grundlegende Höflichkeit und Benehmen durch mein Handeln und Verhalten vorleben kann. 

Aber ich mag nicht nur schimpfen, denn eigentlich ist mir nicht danach, wir hatten ein wunderschönes Wochenende, gefüllt mit Flughafenbesuch, Pizza mit lieben Menschen, Indoorspielplatz und Zoo und damit meine Wochenendfotos hier nicht fehlen. Tadaaaa:

Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche, hoffentlich ohne doofen Regen;)