Familienstrandzeit, Manatees und Shopping!

Zuhause ist es bei uns oft so, dass wir überlegen was wir machen sollen. „Zu voll, so weit, echt teuer,…“ sind oft Argumente die uns davon abbringen bestimmte Unternehmungen zu starten.

Im Urlaub ist für uns hingegen irgendwie alles ein Abenteuer. Wir sind den ganzen Tag unterwegs und genießen es in vollen Zügen! Strandbesuche, Mittagessen mit den Füßen im Sand und dem leichten Wind im Nacken, Seekühe im Kanal entdecken, Shoppingmalls besuchen (wobei da das Abenteuer heute Abend eher ein Survivaltrip für Philipp und mich war)!

Am späten Vormittag hat es uns heute nach Cape Coral verschlagen, denn dort befindet sich direkt am Yacht Club das Boathouse. Während man live Musik im Bryan Adams Stil vom Deck oben hört, können die Kinder entweder im seichten Wasser, am eigenen Restaurantstrand oder sonnengeschützt unter dem Holzdeck im Sand spielen.

Generell sind wir immer etwas vorsichtig mit der Sonne und der Kinderhaut und so sind wir in der Mittagssonne froh, wenn die Mäuse geschützt im Schatten spielen. Dementsprechend suchen wir uns auch immer unsere Mittagsorte aus!

Später war ich dann ganz gespannt darauf, mir Manatees anzusehen, dass Vergnügen hatte ich im letzten Jahr zufällig bereits auf Pine Island und war so fasziniert, dass ich guter Hoffnung war, heute noch mehr Seekühe entdecken zu können.

Tatsächlich habe ich auch einge der großen Wasserbewohner gefunden, jedoch waren sie absolut nicht daran interessiert sich mir ein wenig zu zeigen:)

Naja, auch ein schöner Rücken kann entzücken und ich weiß, dass sie da waren.

Die Müdigkeit beider Kinder nutzen wir aus, um zur Mall zu fahren, denn eigentlich fanden die ausgeschlafenen Kinder das in den letzten Tagen immer super. Eigentlich… Heute Nachmittag fand Lilly jeden Laden „bescheuaaaaarrtt“ und so hat sie sich auch benommen. Einziger Lichtblick für sie und uns, Puppen sortieren!

Naja, verübeln kann ich es ihr nicht. Sie hat halt einfach noch keine Ahnung welch gigantischen Schnäppchen dort zu finden sind. Philipp und ich sind somit abwechselnd in die für uns interessantesten Läden gegangen, während die Kinder gespielt haben -ging auch:)

Man kann hier wirklich noch immer überall für enorm gute Preise geniale Kleidung, Schuhe und Accessoires ergattern und das ist verlockend!

Wir finden, dass wir den Tag optimal genutzt haben und freuen uns schon auf morgen! Gewünscht wurde von beiden Kindern viel Strand – sollen sie haben:)

Wir haben es wieder getan…

Wir haben es wieder getan… Wir sind wieder dorthin geflogen, wo unser Reiseherz uns seit einigen Jahren immer und immer wieder hinzieht:Florida!

Nach zwei völlig entspannten Flügen von Brüssel über Atlanta nach Fort Myers, sind wir zwar müde, aber auch ziemlich satt angekommen. Delta macht es möglich, denn noch nie wurden wir mehr und besser auf einem Flug versorgt, als bei diesem. Besonders genial für die Kinder, denn bei dem Verpflegungsprogramm und dem zusätzlichen EntertainmentSet, ist auch ein Langstreckenflug mit zwei kleinen Kindern alles andere als schlimm!

In den ersten beiden Tagen haben wir ganz besonders die genialen Temperaturen hier genossen und Sand unter den Füßen gespürt. Für Noah und Lilly gibt es hier noch viel bewusster mehr zu entdecken als letzten Jahr und so ist im Grunde alles ein absolutes Highlight! Auch Supermarktbesuche ganz früh am Morgen, wenn die Amerikaner noch fast alle schlafen.

Und wenn es Tag wird in Fort Myers, dann gibt es noch viel mehr zu entdecken!

Lilly hat hier ihre absolute Liebe für ganz besonders exotische Tiere entdeckt, denn die Ziegen im Zoo haben es ihr ganz besonders angetan:)

Wir freuen uns auf die Abenteuer der kommenden Tage in einer ganz anderen Welt!

Oma hatte Geburtstag!

Als ich selbst noch ein Teenager war, da habe ich eine ganze Menge Dinge nicht verstanden.

Warum gehen meine Eltern um 22Uhr schlafen, das ist uncool. Wenn ich meine neuen Schuhe toll finde, dann will ich den ganzen Tag damit durchs Haus rennen, egal in welcher Matschepampe ich zuvor damit war. Warum bitte solle ich meine ausgepackten Butterbrotzubereitungssachen von der Arbeitsfläche räumen, wenn ich doch eh 5Stunden später esse? Und bitte, wen konnte meine Backstreetboysmusik stören, die waren echt gut, man musste sie laut hören.

Natürlich gab es als Teenager lautstarke Diskussionen mit Mama, Mathehausaufgaben oder eigentlich Schule generell war immer ein Thema bei dem hinterher Türen knallten:)

Heute, als zweifache Mama versteht man dann urplötzlich doch so einige Dinge. Nicht immer, auch als erwachsene Tochter muss man und kann man mal streiten oder diskutieren, nicht der gleichen Meinung sein, aber das hat man ja schließlich auch gelernt (Stichwort Selbstständigkeit). Aber all dieser „Teenagerkram“ ist vergessen.

Nicht überall ist es so wie bei uns, denn meine Eltern und Noahs und Lillys Oma und Opa sind nicht gesund und trotzdem können sich meine Kinder keine besseren Großeltern vorstellen.

Denn von ihnen werden sie geliebt,mit Haut und Haar!

Sie können keine großen Ausflüge machen oder ständig zu uns kommen, aber das ist vollkommen egal!

Und mal ganz ehrlich, so ein Bett ist ja auch echt gemütlich! 🙂

Während Lilly ihre Oma in Beschlag nahm, plante Noah heute recht abgezockt wie er den Opa ganz für sich alleine haben könnte und kam auf die Idee „Lilly muss Geld für die Zeit mit Opa zahlen“…

Da solche Pläne nicht umgesetzt werden gilt bei uns: Oma und Opa sind für beide da!

Meine Mama hatte diese Woche Geburtstag und so sage ich auf diesem Weg: Alles, alles Liebe zum Geburtstag!

Und übrigens, meinen Kleiderschrank werde ich nie aufräumen und gehe heute ganz oft mit frisch gewaschenen Haaren raus und erkälte mich trotzdem nicht:))))

Selbstbewusstsein

Es gibt so viele Eigenschaften die ich an anderen Menschen bewundere, ich finde Leute toll die besonders stark sind, ich schätze Personen die für andere da sind, ohne an sich selbst zu denken, ich bin fasziniert von Menschen die ihre Meinung immer frei äußern können, ich liebe Leute die über sich selbst lachen können und sich nicht immer nur ernst nehmen. Zielstrebigkeit und Ehrgeiz sind auch so Eigenschaften die ich spitze finde und ganz besonders reflektierte Ehrlichkeit!

Und wisst ihr was? Genau diese gigantischen Eigenschaften besitzen Kinder!

Finden sie etwas doof, dann sagen sie es, egal wo sie gerade sind. Lieben sie, dann lieben sie bedingungslos und mit ganzem Herzen, sind sie traurig oder sauer, dann weinen sie halt. Möchten sie ein gewisses Ziel erreichen und ist es nur das alltägliche längere Aufbleiben, dann wird der Ehrgeiz und der Einfallsreichtum riesig, um Erfolg zu haben.

Irgendwann ändern sich viele Eigenschaften, sei es durch die Pubertät, die Gesellschaft oder auch die Normen, die uns einfach vorgegeben, dass „man gewisse Sachen einfach nicht sagt oder macht“.

Im Grunde doch sehr schade, denn an den Kindern sieht man das man authentisch glücklich ist.

An Noah merken wir in den letzten Wochen wie groß er wird und wie selbstbewusst. Situationen die ihm vor einigen Monaten noch schwer gefallen wären, sind ganz normal für ihn geworden. So scherzt er mit Kellnerinnen, quatscht munter mit Kinderärzten, kauft eigenständig beispielsweise beim Bäcker das was er haben möchte oder sagt sowohl uns, als auch seiner Schwester und seinen Freunden, wo bei ihm die Grenzen sind. Er ist offen gegenüber Menschen geworden und traut sich ganz plötzlich mehr zu.

Heute zum Beispiel! Nachdem wir mehrere Schwimmkurse besucht haben, die völlig doof und einfach nur teuer für unsere Belange waren, haben wir Noah mit einer Schwimmlehrerin nur für ihn überrascht.

Morgens haben Philipp und ich beide überlegt, dass es wirklich doof für die Lehrerin wäre, wenn Noah sich nicht traut mitzumachen, weil er sie nicht kennt.

Solche Überlegungen können wir uns manchmal auch einfach sparen. Er ist völlig motiviert die Hundepaddelschwimmtechnik in die Froschperfektion umzuwandeln, fand die Lehrerin toll und war binnen der ersten Minute mit dem fröhlichen Training beschäftigt.

Eltern können Kindern keine Eigenschaften „anerziehen“ die sie nicht besitzen, aber wir können unseren Kindern versuchen den Rücken zu stärken. Ihnen immer das Gefühl geben, dass wir für sie da sind, sie unterstützen und sie so sein dürfen wie sie sind, echt tolle kleine Menschen!

Wetterabhängig

Ist eure Laune eigentlich wetterabhängig? Habt ihr schlechte Laune, wenn das Wetter so richtig doof ist?

Ich schon irgendwie. Mit zwei kleinen daueragilen Wühlmäusen und mit mir, mit dauerhaften Hummeln im Popo, sind solche Regennachmittage wie heute echt grausam.

Nach kürzester Zeit wird jede Etage hier verwüstet, die Kinder streiten sich und ich bekomme eine Krise nach der anderen.

Natürlich kenne ich diese „Es gibt nur die falsche Kleidung-Phrasen“, aber natürlich kenne ich auch uns… Wenn wir den Nachmittag in noch so toller Matschkleidung im strömenden Regen verbringen, dann sitzen wir spätestens übermorgen mit 40Grad Fieber im Wartezimmer beim Arzt. Also ist das wirklich keine Option.

An machen Nachmittagen haben wir nach dem Spiel im Kindergarten, den Aktivitäten bei der Tagesmutter und meiner Arbeit in der Schule alle keine Lust mehr auf Unternehmungen, dann basteln und malen wir, wir kneten, lesen, schauen Fernsehen, bekochen die Puppen und, und, und, aber oft sind das echt anstrengende Nachmittage mit viel Meckerei und Theater.

Heute habe ich hin und her überlegt was man machen kann und da wir mitten im Ruhrgebiet wohnen, haben wir in jeder Himmelsrichtung ein Shoppingcenter. Ob man es glaubt oder nicht, in Kombi mit einem Eiscaféeis, lieben die Kinder Bummeltouren.

So hat es uns heute Nachmittag ins Centro nach Oberhausen verschlagen. Die Kinder können dort einfach laufen, weil es dort keinen Verkehr gibt, sie sehen viel und haben Spaß.

Versprechen muss ich ihnen immer, dass wir uns die Stofftiere bei Build a Bear ansehen und wir einen Abstecher in den Legoladen machen. Auch ohne Spielzeuge zu kaufen, denn sie haben verstanden das dies nicht immerzu geht, können wir so einen tollen und regenfreien Nachmittag genießen, ohne schlechte Laune und mit etwas Bewegung.

Noah träumt in dieser Nacht vermutlich von den riesigen Legowelten, die er ausgiebig studiert hat und Lilly gingen auch beim Einschlafen die Glitzerschuhe für Teddybären nicht mehr aus dem Kopf.

Kinder zufrieden, Mama zufrieden.

Aber morgen darf dann die Sonne ruhig wieder scheinen, denn draußen ist es auch schön:)

Geschwister

Gleich zu Beginn meines Textes muss man sagen, ich bin Einzelkind. Für mich ist das Leben mit Geschwisterkindern daher auch ganz neu.

An langweiligen Tagen in meiner Kindheit habe ich mir immer vorgestellt wie cool es wohl sein muss, wenn man immer Spielkameradengeschwister hat. Wenn immer Action ist und man zusammen gegen den Rest der Welt kämpft.

Noah und Lilly lieben sich. Ist der eine nicht da, merkt man sofort das etwas fehlt. Sie schlafen Kopf an Kopf ein

und trösten sich gegenseitig, sobald ihnen etwas weh tut. Miteinander können sie schön spielen und Quatsch machen. Können…

Lilly wird von Tag zu Tag selbstbewusster und kann ordentlich dominant sein. Noah findet das ziemlich ungut und so müssen Kräfte gemessen werden. An manchen Tagen schimpfen sie ständig miteinander, mal lauter, mal leiser. An anderen Tagen wollen sie ihre Dispute durch Kneiferei, Hauen und Co klären. Plötzlich erkennt man seine Kinder dann nicht wieder. Während ich dann oft selbst noch überlege, wie ich die Situation und die Beziehung der beiden rette, thront Lilly schon wieder auf Noahs Schoß und sie lachen sich kaputt!

Ich habe gelernt, unsere Geschwistermäusr können sich zeitweise nicht riechen, verzeihen aber binnen Sekunden, weil sie sich bedingungslos lieben.

Noah erklärt mir abends dann manchmal recht altklug die Lage, „Lilly ist manchmal eine Ziege, aber sie ist noch klein und kann das nicht anders!“!

Verstehen kann ich die Streitereien oft wirklich nicht, finde sie unnötig und anstrengend, aber es stimmt, sie sind noch sehr klein und Grenzen müssen abgesteckt werden und durch Geschwister lernt man einfach früher sich im Leben zu behaupten und durchzuboxen und Langeweile, die kommt hier echt nie auf!

Wir haben eine neue Phase erreicht!

Immer wenn man gerade denkt, dass alles mal völlig entspannt läuft, dann kommen sie wieder: die Phasen.

Sie lauern irgendwo und werfen von heute auf morgen alles um!

Noah war in den letzten Wochen so entspannt. Er fand es toll zu malen, basteln stand ganz hoch im Kurs, Wörter nachschreiben war ein gelungener Zeitvertreib. War… Plötzlich kam die neue Phase.

Dieser Entwicklungssprung kündigte sich durch akutes Nichtmehrhören und Dauerbewegung an. Nicht eine Sekunde kann er ruhig auf seinem Popo sitzen und noch weniger macht er die Dinge, die man von ihm verlangt. Autonomie olé!

Natürlich möchte ich mein Kind selbstständig werden lassen, natürlich soll er für sich selbst entscheiden und ich möchte nicht an ihm herumziehen um zu erziehen, allerdings gibt es Situationen die ich als Mama bestimme und nicht er. Gefahren kann ich beispielsweise besser abschätzen als er.

Schwierig finde ich das, sehr schwierig.

Ich möchte konsequent sein, will aber eigentlich nicht alles an Konsequenzen binden. Oft weiß ich gar keine Konsequenzen, weil ich sowas noch nie gemacht habe und nicht machen möchte.

Doch in manchen Momenten sehe ich, dass mein Beziehung- statt Erziehungsdenken manchmal einfach scheitert.

Wie man es trotzdem schafft diese Phasen zu überstehen? Bei uns zur Zeit mit Humor! Philipp und ich schauen uns in den letzten Tagen oft nur noch an und lachen, brüllen würde keinem etwas bringen und erträglicher ist das so für alle einfach besser.

Zudem sind kleine Auszeiten enorm wichtig. Eine Runde irgendwo alleine hinfahren, ein Gespräch mit jemandem der nichts mit Kindererziehung zu tun hat oder eine ordentliche Ladung frische Luft sind an manchen Tagen die Rettung des Tages.

Habt ihr Tipps? Wie geht ihr mit dieser Nichthörerei um?